Samstag, 30. Januar 2010

wie wäre es

wie wäre es dachte ich mir und ein verschmitztes grinsen erfüllte mein antlitz würde ich einen text schreiben der sich weigerte dem auge einen halt zu geben der keine pause machte keinen absatz einfügte der sich jedem satzzeichen jedem innehalten gegenüber weigerte der mit der unlesbarkeit flirtete der nur darauf wartete dass der zeilenbetrachter erschauernd seinen blick abwendete um dann in tiefstem mittendrin zwischen wortketten und belanglosigkeiten bedeutsamstes innovativstes kreativstes darzubieten provokative kunst vielleicht in ihrer einfachheit sprachraubende tiefsinnigkeit möglicherweise oder gar ein fehlen derselben an prominenter stelle wo sie nicht nur erwartet werden würde sondern auch nötig gewesen wäre um dem text nicht nur einen hauch von nutzen zu verleihen sondern überhaupt einen kern ein zentrum zu schaffen um das zu drehen gedanken und buchstaben sich erlauben könnten wie wäre es dachte ich mir wenn ich auf jedes vordenken verzichtete wenn ich schriebe was mein geist produzierte hoffend dass meine finger mit den flackernden bildern in meinem schädel mitzuhalten imstande sein und nicht versehentlich ungewünschte großzeichen und satzzäsuren einem antrainierten automatismus folgend in das verfasste einfließen lassen würden wenn ich also worte atmete anstelle von luft auf digitales papier exhalierte anstelle in das unfreiwillig lauschende mobiliar eines raumes wenn das beruhigende klacken der tasten minutenlang mein denken darstellte und das eigentliche das echte verdrängte wenn ich am anfang einer zeile nicht wüsste was deren ende bereithielte wenn ich mich bereits zu beginn meines satzbaukastens weigerte auch nur erahnen zu wollen welche wege dieser berg aus nichtigkeiten zu beschreiten willens wäre wenn sich irgendwann nach zahllosen nebensätzen nach zahllosen aufzählungen nach zahllosen fehlenden zeichen herausstellte dass ich imstande war ein vielzeiliges äquivalent von leere zu schaffen das liebevoll mit fülle und reichhaltigkeit beschriftet worden war obgleich beides zu finden ein vergebliches unterfangen darstellte wie wäre es dachte ich mir und schmunzelte noch immer leise in mich hinein wenn ich über etwas spekulierte das doch längst entstand zu seiner entstehung aber der spekulationen bedurfte wenn ich mich also im kreis drehte und am ende nicht nur zum anfang zurückgekehrt wäre sondern feststellte zwischendrin zwar zahlreiche schrittähnliche bewegungen ausgeführt zu haben tatsächlich aber keinen einzigen millimeter vorangekommen zu sein wie wäre es überlegte ich dann und seufzte bereits präventiv beim innerlichen betrachten dieser möglichkeit wenn jemand daherkäme mit wissen und wollen behaftet und behauptete in alledem eine fabel auf das dasein auf mein dasein einen spiegel für meine eigene existenz zu finden wenn er gar bücher schwenkend darauf verwiese dass selbst die wortreiche inhaltsarmut interpretierbar sei bedeutung habe dass nichtkommunikation in bereichen der unmöglichkeit liege dass es vielleicht gar zu preisende kunst sei die soeben meinen fröhlich aber nicht sonderlich sorgsam auf der tastatur hin und hergleitenden fingern entsprang es wäre albern beantwortete ich meine frage lächerlich und sinnfrei zugleich und grinste wie ein russisches panamakänguruh beim gedanken daran die welt mit einem solchen unnützen ungetüm belästigen zu wollen

augenblick

verzückt halte ich inne, schlage meine krallen in die zeit und lass die welt vorübertreiben, sich weiterdrehen, seiner fahlen bedeutung folgen. doch die bedeutung bin ich, ist der moment, war das jetzt und wird es ewig sein. mein lächeln zirkuliert durch alle sinne, und funken entfliehen meinen augen. ich gleiße. der atem wispert zaubernamen, hallt als sterngedanke durch das all. jedes wort ein silberschmunzeln, jede tat ein hauch aus licht und nichts. 'wenn ich wäre', lautlos glimmt mein mund zu klang, 'dann für dich.' und zwischen uns, zwischen den beginnenden ewigkeiten, bröselt zeit zu kichersternen, glimmen pfade ihr göttersanftes antlitz in unser zweisein, lassen sich greifen, scheu zu zarten schwingen flechten, als harrte alles existieren unseres schwebeschrittes, eines augenblickes der verzückung, in dem ich innehalte und berühre, innehalte und gleiße, innehalte und zu leben werde.

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