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Morgendlicher Ohrwurm 37: Fliegende Pferde

Ein Tagesbeginn, der höchste künstlerische Qualitäten offenbart. Ein Ohrwurm in meinem Schädel, der mich zu Verzweiflung treibt.

Ich bin mir der Karnevalszeit bewußt, auch der Existenz alberner Lieder, von denen die Mehrzahl so klingt, als hätte sie ein betrunkener Wolfgang Niedecken verfaßt. Doch mit fehlendem Fernseher und unegnutztem Radio fällt es mir leicht, dem Klamauküberschuß zu entkommen. Außer natürlich, den Spar-Filiale-Hintergrundmusik-Designern fällt an, ihre ohnehin zumeist unangenehme Beschallung auf die Karnevalszeit einzustimmen und Kunden und Kassiererinnen gleichermaßen mit gräßlichen Unklängen zu vertreiben.

Dennoch wurde ich bisher von dem verschont, was nach dem Aufwachen heute meine Gehörgänge bewohnte und nicht von mir weichen wollte: Ein Ohrwurm der anhänglichsten Sorte:

Achim Reichel - "Fliegende Pferde".

Wie er in meinen Kopf kam, weiß ich nicht, doch ich bin bemüht, ihn von dort zu entfernen. Sofort. Mit allen mir zur Verfgung stehenden Mitteln.

[Im Hintergrund: Samsas Traum - "Oh Luna Mein"]

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