Noch immer wuselte das watteblubsige Kichergnarf vor sich hin, als gäbe es nur plüschiges Fluffgewöll und selige Schmampfolifen. Sämigsüß quellte sich laufender Rümpft von wipfelwarmen Wunschberillen, knospte quill zu weißgebelfter Mimme und hüllte das lurfende Gnarf in zauberflüstrig-tanzumschmelzten Sternenschnee. "Ach, könnte ich...", liebflockte es mit Schmunzelglanz auf Lipp- und Augenblitsch und sprang, als hätte es drafalkig blausend allen Trünkelglimm verschlungen, davon ins ferngewebte Nunkelflist.
Ich blickte ihm hinterher und mein Lächeln war mehr als nur Gleißen.
morast - 5. Dez, 15:09 - Rubrik:
Wortwelten
In wallend weißen Winterwogen
hört ich knisterklein frohlocken:
tausend flüsterweiche Flocken
die mein Wollmützohr umflogen
zum Ballsaal ward mein Kichermund
die Nasenspitze wild beküsst.
O wenn ich wie es ginge wüsst
dann schneit' auch ich aufs Erdenrund.
morast - 1. Dez, 16:19 - Rubrik:
Seelensplitter
Schnee, der sich an Wangen kuschelt
mein Lächeln winterweiß umwuschelt
flockt zauberzart auf mein Gewand
und küsst im Schmelz mir sanft die Hand.
--
Damit der Herbst alsbald ermatte
[Er beginnt bereits zu stinken.]
grüß ich Schnee, die Wuselwatte
mit Kuss und Grins und Winken.
morast - 26. Nov, 08:40 - Rubrik:
Seelensplitter
"Ach ja.", sagte ich und warf die Kippe fort. Ich rauchte nicht, doch hin und wieder gab ich dem Verlangen nach, mir eine Schachtel zu kaufen und die einzelnen Zigaretten Stück für Stück zu entsorgen. In die dafür vogeschriebenen Behältnisse, natürlich.
"Ach ja.", sagte ich erneut, und es war mehr ein Seufzen als eine tatsächliche Aneinanderreihung von Wörtern.
"Wer 'Ach ja.' sagt, weiß nicht weiter. Hat meine Großmutter immer gesagt.", meinte Karl und fischte meine Kippe aus dem Mülleimer. Er rauchte nicht, doch gab hin und wieder dem Verlangen nach, meine weggeworfenen Zigaretten aufzubrechen und ihren krümeligen Inhalt dem Wind darzubieten.
Einst hatte ich ihn gefragt, was das denn bringe, und er hatte nur mit den Schultern gezuckt und gelächelt. Als sei das Antwort genug. Und irgendwie war es das auch.
"So.", sagte ich.
"So?", fragte Karl und zog die Augenbraue hoch. Er besaß nur eine, dafür umrankte sie nicht nur seine Sehorgane, sondern auch Teile von Stirn und Nase.
"So!", meinte ich. "Es muss heißen: Wer 'so' sagt, weiß nicht weiter."
"Kann sein.", sagte Karl und zuckte mit den Schultern. Das tat er oft. Eigentlich immer, wenn er nicht gerade Zigaretten bearbeitete oder die Augenbraue hochzog. "Aber mein Großvater hat immer 'Ach ja.' gesagt."
"Wieso Großvater? Eben war es doch noch deine Großmutter!"
"Kann sein.", Karl zuckte erneut mit den Schultern. "Ich habe die beiden immer verwechselt."
"Verwechselt? Wie kann man denn seine Großeltern verwechseln?", empörte ich mich. "Wahrscheinlich verwechselst du auch deine Eltern?!?"
"Kann sein." Diesmal zuckte Karl nicht mit den Schultern. Statt dessen entfernte er behutsam den Filter von meiner weggeworfenen Zigarette. Tabak krümelte in seine offene Hand. "Ich habe meine Eltern nie kennengelernt."
"Oh. Das wusste ich nicht."
"Nein.", sagte Karl.
Mehr nicht.
Eine leichte Brise zog auf und klaubte ein wenig freigelassenen Tabak von seiner Hand und nahm ihn mit.
Wir schwiegen. Sahen den Krümeln zu, wie sich sich ihres papiernen Gefängnisses erwehrten und in die Ferne zogen, getragen von nichts als bewegter Luft.
"Sie sind bereits zweieinhalb Jahre vor meiner Geburt gestorben.", sagte Karl irgendwann, und ich nickte.
morast - 16. Nov, 14:35 - Rubrik:
Wortwelten
zwischen deine blicke
glitt ich
wie zwischen welten
dein atem floss in meinen
dein schweigen war ein lächeln
und ich gebar dich aus stürmen
in meinen arm
hielt inne
hielt dich
morast - 6. Nov, 17:15 - Rubrik:
Seelensplitter
wie wild der wind sich zwischen wellen
aus trockenbunten blättern wirft
als gelte es mit schnellen
hastig ins geäst gelachten stößen
und fingern aus geballter watte
dem baum das kleidchen zu entreißen
den rindenkörper zu entblößen
auf dass ein winter ihn begatte.
morast - 24. Okt, 12:21 - Rubrik:
Seelensplitter
und deine hand vergaß
die winkel meiner lippen
gen himmel auszurichten
deine namen zu vernehmen
die ihnen entglitten
unbedacht
als wären sie halt
mein augenfeuer neu zu schüren
auf dass es stern dir sei
und richtung
in die stille meines hauptes
dein gelächter zu pflanzen.
und deine hand vergaß
sich mit meinen sehnenden fingern
zu bekleiden.
morast - 23. Okt, 21:28 - Rubrik:
Seelensplitter
Klingklang aus dem Krachomaten
Verse vor dem Brillenaug
Süßkakao heißt mir die Lippen
während Herbst durchs Draußen stürmt.
morast - 23. Okt, 12:18 - Rubrik:
Seelensplitter
Weil die fetzige @buchmamsell zur Kreation eines Sturmgedichtes in 140 Zeichen aufforderte, schuf ich eines.
wenn regenwilde winde rauschen
und wärme welkt zu fernem wort
dann raunen sie
so will ich glauben
deinen namen immerfort.
morast - 15. Okt, 14:41 - Rubrik:
Seelensplitter
Peter und Felix waren den Elefanten bereits dreieinhalb Tage gefolgt. Es war ihrer erste Safari, und keiner der beiden wusste, was zu tun war, wenn sie wirklichen Gefahren ausgesetzt waren. Doch bisher war alles gut gegangen. Sie hatten sich ruhig verhalten, in Büschen gesessen und die Elefantenherde beobachtet, als gäbe es in ihrer Mitte einen Schatz zu entdecken.
"Regenbogenelefanten.", hatte der Einheimische in überraschend verständlichem Deutsch ihnen erklärt. "Das sind Regenbogenelefanten." Dann war er, mit einem wissenden Grinsen auf den Lippen verschwunden, irgendwo in der Menschenmenge eines Basars, aus dem ihn weder Rufe noch Verfolgungsversuche zurückzuholen vermochten.
"Regenbogenelefanten.", murmelte Peter nun und schüttelte den Kopf. Er hatte von ihnen gehört. Eine alte Geschichte. Eine Legende.
Regenbogenelefanten waren von herkömmlichen afrikanischen Elefanten nicht zu unterscheiden. Zumindest nicht für Uneingeweihte. Es sei denn, sie gebaren Kinder. Regenbogenelefantenkinder waren bunt, schillerten nach ihrer Geburt in den verrücktesten Farben und glichen sich erst nach und nach, innerhalb mehrerer Wochen, an das eintönige Grau der Älteren an. Regenbogenelefantenbabys waren, wollte man den Legenden glauben, das Schönste, was Mutter Natur hervorgebracht hatte, und wer eines erblickte, würde Zeit seines Lebens nie wieder unglücklich sein.
"Regenbogenelefanten.", seufzte Felix und strich sich einen Ast aus dem Gesicht. Zum dritten Mal, doch war es egal. Ihm war langweilig.
Seit Mittag hatte sich die Herde nicht mehr weiterbewegt. Die hochschwangere Elefantenmutter stand in ihrer Mitte und wurde von riesigen Leibern vor allem Äußeren geschützt. Es würde jeden Augenblick so weit sein, sagten sich Peter und Felix bereits seit Stunden.
Plötzlich: ein Geräusch. Peter sprang auf, zückte sein Fernglas. "Es geht los!", raunte er Felix zu.
Tatsächlich. In der Herde war Unruhe entstanden. Viel war nicht zu sehen, doch die Bewegungen waren hektischer, nervöser, als noch Sekunden zuvor.
Felix nickte. Nun ging es los.
Sie hielten Wache. Wechselten sich ab. Immer einer starrte durch das Fernglas, beobachtete die Elefantendame. Der andere schlief, besorgte Nahrung. Hielt Ausschau nach Gefahren. Nach anderen.
Die Nacht war erfüllt von den merkwürdigsten Geräuschen. Die Elefantendame stöhnte. Das Kalb in ihr wollte heraus.
Peter schüttelte müde den Kopf. Es war noch nicht soweit.
In der zweiten Nacht schliefen sie beide. Felix war bei der Wache eingenickt, ein Speichelfaden lief sein Kinn hinab. Sie schnarchten leise, und manchmal schien es, als würden sich die Rhythmen ihrer Geräusche zu einer faszinierenden Komposition ergänzen.
Als die Sonne aufging, erwachte Peter. Sprang auf. Zückte sein Fernglas.
"Es ist soweit.", flüsterte, stieß Felix mit dem Fuß an. "Es ist soweit!"
Felix knurrte.
"Steh auf!", flüstere Peter etwas lauter und trat - nicht ganz ohne Absicht - etwas fester zu.
Felix riss die Augen auf.
"Wasnlos?"
"Es ist soweit.", wiederholte Peter und zeigte zur Herde.
In diesem Augenblick teilte sich der Block grauer Leiber und gab die Sicht frei. Auf die Elefantendame. Und ihr Kalb. Ihr Baby.
Peter schossen die Tränen in die Augen. "Nicht doch.", sagte Felix mit belegter Stimme und reichte ihm ein Taschentuch.
Das Regenbogenelefantenbaby stand bereits auf eigenen Füßen. Nicht sehr sicher, doch es stand. Der Rüssel der Mutter blieb in steter Nähe, berührte es, gab Gleichgewicht. Ein erster Schritt.
"Es läuft!", rief Peter beglückt.
"Schhhhht.", mahnte Felix und wischte sich eine Träne von der Wange.
Als die Herde weiterzog, ließen sie Peter und Felix zurück, in ihrem Busch versteckt, die Ferngläser vor die Augen gepresst - und selig lächelnd.
"Das war vielleicht das Schönste, was ich je sah.", sagte Peter nun schon zum vierten Mal. "Das Schönste."
Felix nickte. "Aber es ist nicht bunt. Das Baby ist nicht bunt."
Peter nahm das Fernglas herunter und schüttelte mit dem Kopf. "Nein, nicht bunt. Ein ganz normales graues Elefantenbaby. Kein Regenbogenelefant." Er seufzte. "Leider kein Regenbogenelefant." Er machte eine kurze Pause und lächelte zufrieden. "Und trotzdem."
"Trotzdem.", wiederholte Felix und nickte nochmals.
Er blickte ein letztes Mal auf den neugeborgenen Elefanten, dessen Schritte längst nicht mehr unsicher und holprig wirkten, seufzte kurz und nahm das Fernglas ebenfalls herunter.
"Zeit zu gehen.", sagte er.
"Zeit zu gehen.", sagte Peter und packte seine Ausrüstung zusammen.
Nur wenige Hundert Meter entfernt pupste ein Elefantenbaby, und für einen Augenblick schillerte die entweichende Luft in allen Farben des Regenbogens.
morast - 11. Okt, 09:28 - Rubrik:
Wortwelten
Auch das dritte Bild war verwackelt.
"Vielleicht ist die Kamera kaputt.", meinte ich und wusste, dass es nicht stimmte. Ich hatte einen ganzen Film damit verbracht, sie auszuprobieren, Schnappschüsse zu machen und mich davon zu überzeugen, dass die Kamera in bestem Zustand war. Trotzdem richtete ich sie auf Peter und betätigte den Auslöser.
Es dauerte einen winzigen, spannungsgeladenen Aufgenblick, dann begann die Kamera zu arbeiten. Wie hatte ich das vermisst, dieses Geräusch von Mechanik, dieser Beweis einer maschinell ausgeführten Tätigkeit, die ich bis heute nicht völlig begriffen hatte. Wie hatte ich es vermisst, dem weißen Polaroidfoto zuzuschauen, wie es langsam aus dem Inneren des Apparates ins Freie geboren wurde. Wie hatte ich es vermisst, ihm das Gezeugte zu entreißen und und wild wedelnd darauf zu warten, dass sich allmählich Formen und Farben auf dem belichteten Papier herausbildeten.
Ich lächelte, Peter schaute genervt. Nicht nur auf dem Foto, sondern auch in Wirklichkeit. Wie niedlich er aussah, wenn sich seine Stirn in Falten legte, wenn seine Mundwinkel nach unten sanken, wenn er die Backenzähne aufeinanderpresste.
"Scharf!", rief ich und hielt Peter sein Abbild vor die Augen. Er nickte, betrachtete sich selbst, seine abweisende Miene, festgehalten mit einer Kamera, die vor 20 Jahren als modern gegolten hätte, ließ ein winziges Schmunzeln aufblitzen und versuchte dann, seinen Unmut wiederzufinden und sich in ihm zu vergraben. Es gelang ihm nicht ganz. Zu gut kannte ich ihn, um nicht zu bemerken, dass sein Portrait ihn aufgeheitert hatte. Und dass er sich Sorgen machte. Nicht wegen mir, sondern wegen des Fotos. Wegen der drei verwackelten Fotos. Wegen des Stuhls.
Die Fotos waren nicht verwackelt. Nicht völlig. Nur der Stuhl war unscharf darauf zu sehen, als hätte man eine stuhlförmige Milchglasscheibe vor ihm positioniert. Als wären Nebel aufgezogen, um sein wahres Antlitz zu verhüllen. Als wäre er eine Art Vampir, den zu fotografieren nicht möglich war. Doch es war ein Stuhl. Ein schlichter Holzstuhl. Ein Bertil, vor einer Stunde bei Ikea erworben und innerhalb weniger Minuten montiert. Ein Stuhl aus Kiefer, Schrauben und Leim. Ein Stuhl.
Ich fotografierte ihn ein viertes Mal. Der Apparat gebar, und ungeduldig wedelte ich das Polaroidfoto hin und her, auf und ab. Unscharf.
Die Konturen meiner Strickjacke, die ich auf dem Stuhl abgelegt hatte, waren klar und eindeutig. Das Kachelmuster des Küchenfußbodens war in Perfektion abgebildet. Selbst die Stehlampe hinter dem Stuhl war, obgleich außerhalb des Bildzentrums stehend, noch schärfer zu sehen als der hölzerne Stuhl, dessen Kanten schwammigen Wesen aus fernen Galaxien glichen, als bestünde die Welt eigentlich aus Aquarellfarbe und für den Stuhl wäre zu viel Wasser benutzt worden.
"Vielleicht kommt der Fokus mit der Farbe nicht klar.", murmelte ich zweifelnd, rannte rasch ins Arbeitszimmer, kramte in einer der zahlreichen Schubladen, hielt triumphierend die Digitalkamera hoch und eilte in die Küche zurück. Peter war verschwunden, hatte vermutlich die Lust verloren. War auf dem Klo oder so. In schneller Folge schoss ich fünf, sechs Bilder vom Stuhl - und allesamt waren sie scharf.
Unglaublich.
"Peter, schau dir das an!", rief ich, doch bekam keine Antwort. Ich ergriff die Polaroidkamera, richtete sie auf den Stuhl, drückte ab. Es surrte, brummte. Ich wartete, wedelte. Unscharf.
Allerdings hatte sich die Farbe des Stuhles geändert. Das helle Kiefernholz hatte auf dem Foto einen dunkleren Farbton angenommen, als wäre die Polaroidkamera nicht nur nicht imstande, seine Konturen ordnungsgemäß darzustellen, sondern hätte auch die Fähigkeit verloren, die Farben der Wirklichkeit entsprechend zu reproduzieren. Allerdings nicht alle Farben. Nur die des Stuhls.
Ein Schauer lief mir über den Rücken.
"Peter!", rief ich, und hoffte, dass er die Panik in meiner Stimme nicht hörte. "Peter, sieh dir das an!"
Peter reagierte nicht. Gab keinen Laut von sich. War nicht zu sehen. Arschloch!, dachte ich, da fiel mein Blick auf die Mikrowelle. Auf die gläserne Scheibe der Mikrowelle, in der sich der Stuhl spiegelte. Oder eben nicht spiegelte.
Ich lief ins Bad. Kein Peter weit und breit zu sehen. Ich zuckte mit den Schultern, griff mir den Kosmetikspiegel und kehrte zum Stuhl zurück. Schaute ihn an. Erst so, dann durch den Spiegel.
Keuchte.
Selbst das Spiegelbild des Stuhles war verschwommen.
Das konnte doch nicht sein!
Ein Vampirstuhl!, durchzuckte es mich, und vor zwei Minuten hätte ich diesen Gedanken noch herrlich lächerlich gefunden. Doch jetzt nicht mehr.
Peter! Wo war Peter?
"Peter!", rief ich, verzweifelt, den Tränen nah. Doch Peter schwieg. War wie vom Erdboden verschluckt. Oder von einem Stuhl.
Misstrauisch betrachtete ich das Möbelstück. Schüttelte den Kopf. Das war doch alles albern!
Vielleicht war der Stuhl ja ein der Sarg eines Vampires gewesen, hatte dessen negative Energien aufgesaugt und war nun selbst ... Ich unterbrach meine Gedanken.
Peter. Ich musste Peter finden.
Stellte man Särge überhaupt aus Kiefer her? Verwendete man dazu nicht Eiche? Und waren die Bretter nicht eigentlich zu schmal, um später aus ihnen einen Stuhl...
"Schnauze!", schrie ich mich an. "Schnauzeschnauzeschnauze!"
Ich drehte mich um, rannte durch die Wohnung, suchte nach Peter. Im Schlafzimmer, Wohnzimmer, Arbeitszimmer, erneut im Bad, öffnete die Wohnungstür, rannte ins Erdgeschoss, auf die Straße, entdeckte niemanden, keinen Peter, keine Menschenseele, absolut niemanden. Vielleicht hatte ich ihn übersehen, dachte ich, stürmte zurück. Vielleicht in dem hohen Sessel im Arbeistzimmer. Vielleicht war er - aus welchem Grund auch immer - gerade im Kleiderschrank. Jedes Zimmer durchforstete ich, suchte Peter, öffnete Schränke und Schubladen, schaltete Lampen an und aus, riss das Fenster auf, rief seinen Namen, wieder und wieder, rannte in die Küche zurück, weil ich ein Geräusch zu hören glaubte - und hielt dann inne.
Keuchte. Außer Atem. Fassungslos. Verständnislos.
Was geschah hier? Wo war Peter? Was war das für ein bescheuerter Stuhl?
Mir drehte sich alles. Die Welt drohte in meinem Kopf zu kollabieren, und ich setzte mich.
Auf den Stuhl.
morast - 8. Okt, 13:50 - Rubrik:
Wortwelten