Montag, 8. September 2008

Nicht mit dir

Ich seufzte. Auf meinem Schreibtisch türmten sich Gleichungen und Zahlen in Form unleserlich bekritzelter Zettel. "Ich hatte nicht mit dir gerechnet.", sagte ich, doch sah nicht auf. Er schwieg, dieses widerliche, vorwurfsvolle Schweigen, das er in den Jahren unserer Bekanntschaft perfektioniert hatte. "Es wird nicht wieder vorkommen.", beteuerte ich. "Ehrlich!" Doch er schwieg, rührte sich nicht. Noch einmal seufzte ich, dann schaltete ich ihn an. Taschenrechner sind eine Plage.

Sonntag, 7. September 2008

Erdnüsse

"Warum", fragte Johann und schaute mich verwundert an, "Warum ist deine Jackentasche eigentlich immer voller Erdnüsse? Du magst die doch gar nicht." Ich zuckte mit den Schultern und sah lächelnd zu, wie der unsichtbare Elefant seinen Rüssel nach meiner Tasche ausstreckte.

Dienstag, 12. August 2008

23: Schmidt

Nach Müller ist Schmid/Schmidt/Schmitt/Schmitd/Schmit der häufigste deutsche Familienname, siehe Liste der häufigsten Familiennamen in Deutschland. Mehr als 235.000 Einträge gibt es dazu im Telefonbuch (1,14 %) (Zahl von 1996).
http://de.wikipedia.org/wiki/Schmidt

Samstag, 9. August 2008

Ersparnis

'Wow!', dachte ich, im Musik- und Elektronikwarenladen stehend und die CD in meiner Hand betrachtend. 'Nur 4,44 Euro! Wenn ich davon ausgehe, dass eine CD üblicherweise 15 Euro kostet, dann könnte ich mit diesem Musikwerk angenehme 10 Euro sparen... Sicherlich, CDs zu kaufen, gehört längst nicht mehr zu den Üblichkeiten der Gegenwart, aber trotzdem sind 10 Euro Ersparnis eine nicht zu verachtende Summe. '

Ich überlegte eine Weile, begab mich auf den Weg zur Kasse und kehrte wieder um. 'Merkwürdig:', dachte ich, während ich die CD an ihren Heimatort zurückstellte, 'Durch den Nichtkauf spare ich 4,44 Euro. Durch einen Kauf hätte ich 10 Euro gespart.' Und dann, während ich durch das Diebstahlpiepsgerät nach draußen ging, schoss es mir durch den Kopf: 'Wenn ich auf dem Heimweg versehentlich durch ein Porsche-Autphaus liefe und spontan beschlösse, mir ein sportwägliches Gefährt zu kaufen, dann jedoch mich dagegen entschiede, hätte ich dann nicht Hunderttausende Euro gespart?'

In Gedanken versunken ließ ich mich von der Rolltreppe zu McPaper chauffieren. Mein Fahrrad besitzt einen Ledersattel, der sich in einem Regen wie dem soeben daniedergegangenen mit Feuchte vollsaugt und diese dann bei Radbenutzung an meine Hose abzugeben versucht. Eine Plastiktüte konnte da Abhilfe schaffen, doch war ich nicht gewillt, eigens dafür einen Einkauf zu tätigen oder gar einzig und allein eine Tüte zu kaufen. Ich fragte also höflichst nach, und tatsächlich überrreichte mir die nette McPaper-Mitarbeiterin eine rote Plastiktüte. Ich bedankte mich artig und beschloss, McPaper für ein paar Augenblicke lang intensivst zu lobpreisen.

Denn nicht nur konnte ich das Einkaufszentrum verlassen, ohne Geld ausgegeben zu haben, nein, eine Feuchtigkeit verweigernde Tüte raschelnte fröhlich in meiner Hand und ließ mich die Frage vergessen, wieviel Geld ich durch den CD-Nichtkauf den tatsächlich sparte.

Mittwoch, 6. August 2008

Komischer Tag

Wenn ich mich vor meinem Wohnhaus auf das Rad schwinge, neige ich dazu, zunächst auf dem Fußweg zu bleiben und dann bei der nächsten Bordsteinsenkung auf das Kopfsteinpflaster der an meinem Hauseinagng vorbeiführenden Straße zu wechseln. Heute jedoch musste ich umplanen, denn meine Abfahrt war versperrt. Ein Golffahrer versuchte, sein Fahrzeug dort zu wenden, wo ich normalerweise die Spur wechselte und versperrte mit die Weiterfahrt. Doch bevor ich auch nur einen Gedanken in Richtung Unwillen verschwenden konnte, wedelte der Fahrer beruhigend mit der Hand, signalisierte mir, er sei in wenigen Augenblick weg. Ich konnte nicht anders als lächeln, ließ ihn gewähren und schlängelte mich, sobald er genug Platz bot, an ihm vorbei, allerdings auf dem Fußweg bleibend. Schließlich war er ja noch immer in der Abfahrt.

Weiter ging es also auf dem Fußweg, und dementsprechend nutzte ich auch die kleine, für Fußgänger gedachte, Verkehrsinsel, um die nächste Querstarße zu überqueren. Nun ja, von wegen. Denn wieder war der Weg versperrt; diesmal durch zwei Fußgänger, die diskutierend ihre Umwelt ignorierten und mir verwehrten, bemerkt zu werden. Ich fuhr kurzentschlossenen einen Bogen um sie herum und dann auf die nächste Bordsteinabsenkung zu, um wieder auf dem Fußweg zu landen. Keine Chance, denn ein Mercedes meinte plötzlich, dass heute ein allgemeiner Wendetag sei, fing hinter meinem Rücken an, einen Halbkreis zu fahren und kam kurz darauf vor meiner Nase wieder raus. Der Weg zur Bordsteinabsenkung war plötzlich weit; ich fuhr die Bordsteinkante hoch.

Und prompt stand das nächste Hindernis im Weg: Ein BMW-Fahrer lud gerade seine Frau ein. Die Beifahrertür stand sperrangelweit offen, meine eigentlich geplante Route nicht benutzbar. Also erneut Ausweichen, doch allmählich begann mir die Sache Spaß zu machen. Was war das nur für ein komischer Tag heute?

Im Eingangsbereich der Mensa stehen zwei Lesegeräte, mit denen der Kontostand der eigenen Mensakarte abfragbar ist, und gerade als ich eines der beiden Geräte nutzen wollte, drängelte sich eine junge Dame mit Rastahaaren vor, bemerkte jedoch ihre Drängelei, entschuldigte sich, wollte mir die Erstnutztung gewähren, was ich aber mit einem galanten "Ladies first" ablehnte.

Das Lesegerät zeigte einen Fehler an, und auch das andere weigerte sich, einen Betrag zu nennen. Bei mir jedoch war alles in Ordnung. Ich meinte, das passiere zuweilen sei jedoch kein Problem, dass nicht an der Information oder vielleicht sogar an der Mensakasse behebbar wäre.

Wenige Minuten später trafen wir uns wieder. An der Mensakasse. Und da fiel es mir plötzlich wieder ein: Ich kannte sie. Aus meiner Heimatstadt. Prompt stellte ich eine entsprechende Frage. Und tatsächlich: 1999 waren wir auf gemeinsam auf der Geburtstagsparty im Garten meines damaligen besten Freundes gewesen. Lange her. Smalltalk begann, doch bevor ich mich unwohl fühlen konne, musste ich bereits bezahlen, suchte mir irgendwo einen Tisch und aß. Ich sah noch, wie sie sich zu ihren Freunden irgendwo am anderen Ende der Mensa an den Tisch setzte, als mir ein junger Mann in schwarzem Shirt auffiel. Bzw ein schwarzes Shirt mit jungem Mann.

Das kann doch nicht wahr sein!, dachte ich. Denn der Name der Metallmusikcombo auf dem Shirt gehörte nicht unbedingt zu den bekanntesten, und dass ich das exakt gleiche Shirt besaß, konnte durchaus als Zufall betrachtet werden. Dass ich aber ausgerechnet heute dieses Shirt auch noch trug, war mehr als wundersam.

Was für ein komischer Tag!

Freitag, 1. August 2008

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 10: Das Fazit

Nun habe ich schon etwa zweieinhalb Kilometer Text geschrieben und sollte langsam zu einem Fazit kommen. Mach ich auch.

Der eeePC fetzt! Mindestens..

Menschen, die erstmals einem Computer begegnen bzw wenig Erfahrung im Einrichten eines solchen haben, sollten diese Arbeit einem Wissenden überlassen. Denn die Zahl der auftauchenden Probleme ist zwar winzig, doch reicht aus, um zu nerven. Das fluffig-leichte Asus-„easy“ existiert hier nur im Ansatz. Dennoch sei ermutigenderweise erwähnt, dass der ganze Installationskram überraschend schnell vorbei war.

Mit einer netten zusätzlichen Speicherkarte und angenehmerer als der mitgelieferten Software verwandelt man das Knuffelgerät recht rasch in ein wunderfeines und vor allem nützliches und leistungsfähiges Mobilcomputerchen. Die Gewöhnungszeit an verändertes Bild- und Tastaturformat ist kurz, und die Supermegachecker-Trackpad-Moves fetzen so sehr, dass sie jeden aufkeimenden Unwillen ratzfatz wegbügeln.

Der eeePC ist leicht und handlich, und die Tasche weich und kuschelbar. (Mmmhhh...) Ich war begeistert und bin es noch immer. Und das hätte ich nicht erwartet. Denn oft realisiere ich allzu schnell, dass das technische Gerät, das ich mir kaufte, eben nur ein technisches Gerät ist. Doch entweder hat das Realisieren in diesem Fall noch nicht eingesetzt, oder der eeePC vermag tatsächlich, immer wieder neue Freude zu entfachen. Ich tippe auf letzteres, denn ich freue mich wie ein gefalteter Grunzwobbel, das winzige Notebook nutzen zu können, damit zu arbeiten, zu schreiben, Musik zu hören, durch das Netz zu cruisen.

Die Benutzung des KnuffelPCs fühlt sich leicht an. In doppeltem Sinne. Einerseits, natürlich, leicht, weil es bequem ist, das Gerät aufwandlos überall mitnehmen zu können, weil es wenig wiegt und kaum Platz wegnimmt, weil es keinerlei Umstände bereitet, wenn mich mal eben der Wunsch überrascht, einen Text zu schreiben. Andererseits leicht, weil sich die Handhabung, wenn einmal alles konfiguriert ist, tatsächlich leicht anfühlt. Obwohl ich auf meinem „echten“ PC Ähnliches laufen lasse, fühlt es sich hier auf dem eeeDingsbums weniger schwerfällig an.

Sicherlich, ich nutze XP, und es ist zu erwarten, dass es sich nach einer Weile ein paar Macken aneignen wird. Nicht minder erwartbar ist, dass ich nach einer Weile der Gewöhnung anheim fallen werde und die Begeisterung nachlässt. Doch im Augenblick bin ich bereit, jedem, der mich mit fragendem Wortschwall überhäuft, eine Welle der Euphorie zu schenken. Selbst der Umstand, dass ich den eeePC mittlerweile für bis zu 60 Euro weniger im Handel sah, vermag diese nicht zu trüben.

Denn wenn man einen richtigen Rechner zu Hause stehen hat und nur eines Geräts bedarf, das mobil sein und keine Überanwendungen bewerkstelligen soll, sondern nur den üblichen Porgrammbrei, dann fetzt der eeePC absolut. Und wenn man davon absieht, dass der Akku leider keine 20 Stunden ununterbrochen zu arbeiten bereit ist, erfüllt das winzige Gerät durchaus die Erwartungen, die ich an die Mobilität eines Notebooks habe.

Ich erwähne es gerne nochmal: Notebooks stinken und Trackpads sind häßliche Pupsköpfe. Eigentlich. Der eeePC vermochte jedoch in beeindruckender Geschwindigkeit mich vom Gegenteil zu überzeugen. Und wenn ich nicht aufpasse und meine fast schon teenagereske Schwärmerei stoppe, werde ich eines Nachts aufwachen und in meinem Arm anstelle eines Plüschteddys den eeePC finden – einhüllt in seine wunderweiche Silikontasche. Mmhhh...


Die bisherigen Teile:
Teil 1: Das Vorher
Teil 2: Der Kauf
Teil 3: Die Installation
Teil 4: Der Support
Teil 5: Trackpad und Tastatur
Teil 6: Der Bildschirm
Teil 7: Mobilität und so
Teil 8: Geräusche und Hitze
Teil 9: Sound und Leistung

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 9: Sound und Leistung

Sound

Der Sound ist gut. Mehr nicht, aber das reicht mir. Wer davon ausgeht, mit einem in einen KnuffelPC eingebauten Minilautsprecher einer Hyperkrass-Anlage Konkurrenz machen zu können, hat nen Piep. Notebooklautsprecher klingen meistens etwas zu blechern, und dieser hier bildet da keine Ausnahme. Dennoch war ich überrascht, dass nicht nur „laut“, sondern auch „ausreichend gut“ möglich war.

Mit eingestöpselten Kopfhörern verbessert man die Lauschqualität. Jedoch sind meine Stopfkopfhörer auch keine, die mit güldenen Anschlussbuchsen und 12-Wege-Bass-Reflex-Unsinn daherkommen, so dass ich nicht beurteilen kann, ob der eeePC es schafft, über Kopfhörer die totale Soundgenialität zu liefern.

Was ich bisher hörte, war aber qualitativ gut. Und das ist toll, lässt es doch den Gedanken, mir endlich ein musikabspielfähiges Mobiltelefon zu kaufen, geldbösenschonenderweise verschwinden.

Leistung

Der 900MHz-Intelprozessor und der 1GB-Arbeitsspeicher bringen ausreichend Leistung mit, um sich wohl zu fühlen. Ich habe noch keinen Absturz erlebt, lasse unzählige Programme gleichzeitig laufen (jetzt gerade: VPN-Client, Browser, Mediaplayer, Latex, Open Office und zahlreiches Hintergrundgewusel) und neige nicht dazu, den keinen Kerl zu schonen. Ja, obgleich ich es eigentlich nicht machen wollte, habe ich schon mit Gimp Bilder bearbeitet. Problemlos.

Ich bin in der Tat nicht in der Lage festzustellen, dass die Leistung, die dieses Netbook mitbringt, unzureichend wäre, dass irgendwelche Prozesse länger dauerten als sonst oder dergleichen. Voraussetzend, dass er zu keinem Zeitpunkt einen echten Rechner ersetzen soll, dass also großformatige Anwendungen unpassend wären, rufe ich hiermit stolz in die Welt, dass der eeePC mit dem, was er kann, fetzt und mich trotz umfangreicher Anwendung noch nicht zu enttäuschen vermochte.


Weiter geht's im letzten Teil: Das Fazit

Die bisherigen Teile:
Teil 1: Das Vorher
Teil 2: Der Kauf
Teil 3: Die Installation
Teil 4: Der Support
Teil 5: Trackpad und Tastatur
Teil 6: Der Bildschirm
Teil 7: Mobilität und so
Teil 8: Geräusche und Hitze

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 8: Geräusche und Hitze

Die Nichtexistenz beweglicher Festplattenteile sorgt für relative Ruhe. Doch der Rechner besitzt auch einen kleinen Lüfter, der sich irgendwann, wenn er der Meinung ist, das tun zu müssen, einschaltet. Dann brummt er vor sich hin, und ich kann mir vorstellen, dass das Nutzer stören könnte. Nicht zuletzt, weil er offensichtlich keine Lust hat, sich wieder auszuschalten.

Mich stört das Lüftergeräusch nicht. Abgesehen davon, dass ich beim Arbeiten von Rechnergebrumm umgeben bin und zudem nur zu gerne Musik höre, bin ich es gewöhnt, dass Rechner, die ich besitze, laut sind. Und das ist der eeePC defintiv nicht. Wenn ich ihn einschalte, muss ich mich jedesmal Lämpchen suchend vergewissern, ob er auch an ist. Denn zu hören ist nicht. Erst wenn sich irgendwann im Laufe der Benutzung der Lüfter zuschaltet, weiß man: Ah, er arbeitet.

Der eeePC wird warm. Ich habe nicht genügend Notebookerfahrung, um beurteilen zu können, ob er nun besonders heiß wird oder nicht, doch würde sagen: Nö. Die Notebooks, die ich bisher nutzte, wurden ebenfalls warm, ohne dass man sich an ihnen die Finger verbrannte. Irgendwo las ich, dass es hitzebedingt ungut sei, den eeePC auf dem Schoß zu nehmen. Derlei ist mir noch nicht aufgefallen. Aber vielleicht bin ich auch ein besonders harter Kerl (ganz im Gegensatz zur besonders weichen Notebooktasche...).

Weiter geht's in Teil 9: Sound und Leistung

Die bisherigen Teile:
Teil 1: Das Vorher
Teil 2: Der Kauf
Teil 3: Die Installation
Teil 4: Der Support
Teil 5: Trackpad und Tastatur
Teil 6: Der Bildschirm
Teil 7: Mobilität und so

Donnerstag, 31. Juli 2008

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 7: Mobilität und so

Oh ja!

Der eeePC ist winzig (etwa A5 oder so) und leicht (etwa ein Kilogramm). Die Voraussetzungen für Mobilität, wie ich sie mir vorstelle, sind also geschaffen. Der Akku soll angeblich drei bis dreieinhalb Stunden halten, was ich noch nicht verifizieren konnte, weil ich fast immer in der Nähe einer Steckdose rumwerkelte.

Als dem mal nicht so war, hatte ich allerdings das Gefühl, das diese Zeitangabe nur gilt, wenn man nicht ständig hoch- und runterfährt oder Programme öffnet, intensiv benutzt und wieder schließt. Ich vermute, dass zwei bis zweieinhalb Stunden Normalnutzungszeit eine okaye Schätzung darstellen. In Anbetracht dessen, dass ich mir das Zehnfache wünsche, kann ich diese Akkulaufzeit nur akzeptieren.

Das Netzteil ist glücklicherweise wesentlich kleiner, als ich es erwartete. Idealerweise müsste es unendlich winzig sein, doch ich bin zufrieden mit dem zusätzlichen Gewicht und der zusätzlichen Kabelei. Alles durchaus sehr erträglich, wenn nicht sogar fein.

Die mitgelieferte „Silikon-Hülle“ ist in Wirklichkeit eine weiche Tasche, die sich wundergut anfässt. Ich könnte ewig hier sitzen und die Tasche streicheln. Mmhhh... In ihr findet allerdings nur der eeePC selbst Platz und keine Kabelei. Manch einer mag das als nachteilig empfinden; ich finde es fantastisch. Denn so wurde auf widerliche Ausstülpungen und Wucherungen verzichtet, klares, elegantes und weiches (Mmmmh...) Design geschaffen und zudem der Mobilitätsfaktor verstärkt. Ich gehe mal eben raus und tippe etwas, auf der Wiese sitzend. Da brauche ich keine alberne Kabelaufbewahrungsmöglichkeit. Viel zu funktional und unsympathisch.

Mit dem eeePC in seiner Tasche durch die Gegend zu laufen, wirkt nicht so, als hätte man einen Rechner dabei. Eher wie ein Täschchen mit Bürokrams drin. Ein weiches Täschchen, übrigens.

Die Kabelei stopfe ich in eine kleine, verschließbare Plastiktüte, die in meinem Rucksack glücklicherweise wenig Platz wegnimmt und dementsprechend wenig stört. Auf eine Maus habe ich, wie erwähnt, verzichtet, und die Kopfhörer passen überall hin. Und mehr braucht man nicht.

Als ich unlängst nach Hause fuhr, begegnete mir eine Döner vertilgende Radfahrerin. Noch während ich sie bewunderte, entstand in meinem Geist das Grundgerüst eines Textes, und wenige Augenblicke später saß ich auf einer Parkbank mit dem KnuffelPC auf meinen Knien und tippte eifrig vor mich hin. Genau das war es, was ich mir gewünscht hatte!


Weiter geht's in Teil 8: Geräusche und Hitze
Die bisherigen Teile:
Teil 1: Das Vorher
Teil 2: Der Kauf
Teil 3: Die Installation
Teil 4: Der Support
Teil 5: Trackpad und Tastatur
Teil 6: Der Bildschirm

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 6: Der Bildschirm

Der Bildschirm ist winzig. Überraschung!

Nein, eigentlich ist nur die vertikale Ausdehnung des Bildschirms winzig. Denn zwar ist das Gerät imstande, eine Auflösung von 1024 mal 768 Pixeln darzustellen, doch bedeutet das eben, dass man nach oben über den Bildschirmrand hinwegscrollen muss. Will ich aber nicht, also beschränke ich mich auf 1024x600 Pixel.

Eigentlich sieht das schick aus, doch sobald ich im Firefox ein Youtube-Video anschauen will, muss ich präzise scrollen – damit alles davon zu sehen ist. Wer also gewohnt ist, mit unzähligen Status- und Menüleisten zu browsen, sollte noch einmal darüber nachdenken.

Aber: Es geht. Ich habe bereits unzählige Netzvideos beschaut und bin begeistert. Die Augen haben kein Problem mit der Größe des Bildschirms, und ich sowieso nicht. Bei großer Umgebungshelligkeit bekommt man wohl ein paar Anschauungsprobleme, allerdings habe ich bisher noch nichts erfahren, was nicht durch eine Korrektur der Darstellungsparameter lösbar gewesen wäre.

Nachteilig ist allerdings die Größe der Symbole auf dem Desktop. Ich bin bekennender Desktopzumüller und finde ziemlich ungut, dass die einzelnen Icons vergleichsweise riesig wirken und somit eine Menge potentiellen Zumüllplatz verschwenden. Ich habe auch noch keine Einstellung finden können, die das behebt.

Zuweilen überkommt mich auch das Gefühl, dass die Taskleiste unproportional groß ist. Vermutlich, damit man etwas erkennt. Auf jeden Falls sorgt das dafür, dass bei mehreren geöffneten Tasks plötzlich akuter Platzmangel herrscht. Ich habe folglich erst einmal alles aus der Taskleiste entfernt, was dort nicht zu sein braucht.

In selbiger befindet sich übrigens ein kleines Symbol, mit dem auf einfache Weise Kamera und WLAN an- und ausgeschaltet und die Bildschirmauflösung gesteuert werden können. Finde ich schick, nutze ich auch häufig.


Weiter geht's in Teil 7: Mobilität und so
Die bisherigen Teile:
Teil 1: Das Vorher
Teil 2: Der Kauf
Teil 3: Die Installation
Teil 4: Der Support
Teil 5: Trackpad und Tastatur

Mittwoch, 30. Juli 2008

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 5: Trackpad und Tastatur

Ich erwähnte bereits die Hilfe für das Trackpad, die angenehmerweise tatsächlich half. Ich bin weithin bekannt als Trackpadverachter. Wenn ich irgendwo ein Trackpad sehe, schreie ich „Iiih! Ein Trackpad!“, spucke drauf und renne panisch weg. Wenn ich Notebooks benutze, berührt irgendein Teil meiner tippenden Hände immer wieder das dämliche Trackpad, und der Cursor landet im Irgendwo.

Dementsprechend schwierig sollte es also der eeePC haben, mich von der Trackpadnutzung zu überzeugen. Jedoch war ich nicht willens, eine Maus anzustöpseln, weil jedes zusätzliche Gerät die Mobilität, die ich mir erhoffte, ein wenig reduzieren würde. Außerdem gab es ja die Supercheckermoves...

Und tatsächlich: Kaum hatte ich das erste Mal gescrollt, war ich verliebt. Einfach zwei Finger statt einem benutzen, und schon kann ich in Windeseile durch jede Seite sausen. Egal, ob im Browser oder im Schreibprogramm. Nur der pupsgesichtige Mediaplayer schmollt diesbezüglich. Aber der stinkt sowieso.

Der zweite Supercheckermove fetzt nicht minder: Durch Spreizen der zwei auf das Trackpad gelegten Finger kann man auf simpelste Weise zoomen. Das klappt erstaunlich gut und in erstaunlich vielen Programmen. Dass man sogar Drag and Drop mittels des Trackpads ausführen kann, vermochte mich dann schon gar nicht mehr zu verwundern.

Und Firefox hat noch eine kleines Spezialität auf Lager. Klickt man mit zwei Fingern auf einen Link, öffnet sich dieser in einem neuen Tab im Hintergrund. Wahnsinn! Dank Zoom, Scrollen und Klickklack ist das Internetten mit dem eeePC ein wunderguter Spaß.

Die Tastatur selbst ist natürlich gewöhnungbedürftig, weil extrem größenreduziert. Durchaus clever finde ich, einzelne Tasten wie die Umlaute, kleiner zu designen als andere. Schreibt sich nicht anders, spart aber Platz. Die von Notebooks bekannte Fn-Taste, die ich sonst auch nicht so sehr mag, liegt günstig und wirkt wie ein weitere Umschalttaste. Ich komme erstaunlich gut damit zurecht. Nur wenn ich gleichzeitig Shift, Fn und Y drücken muss, sieht das etwas unbequem aus.

Mein altbekanntes Trackpad-Berühren-Problem existiert nicht mehr. Vielleicht weil die Tastatur zu klein ist und ich die Hände beim Tippen nicht auflege. Dafür existieren andere Kleinigkeiten, die immer wieder Fehlerchen verursachen:

Die Ziffern sind um eine Position nach links gerückt. Wenn ich also Gänsefüßchen malen will, entsteht meistens zunächst ein §. Außerdem nervt die dämliche Feststelltaste. An meinem richtigen Rechner habe ich sie ihrer Funktion beraubt, und vermutlich werde ich das hier auch tun. Den Platz für dieses unnütze Ding hätte man auf der stark komprimierten Tastatur wesentlich sinnvoller nutzen können. Allerdings weiß ich auch nicht, wofür.

Ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig ist der Bereich der rechten Shift-Taste. Dort befinden sich noch der Bindestrich und die Pfeil-nach-oben-Taste – und regelmäßig verdrücke (pun not intended) ich mich. Die winzige Enter-Taste hingegen bereitet mir keine Probleme. Und auch sonst gestaltet sich das Tippen erstaunlich einfach. Das hätte ich nicht gedacht...


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Die bisherigen Teile:
Teil 1: Das Vorher
Teil 2: Der Kauf
Teil 3: Die Installation
Teil 4: Der Support

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 4: Der Support

Die dem eeePC beigelegte Kurzanleitung ist ein Witz. Die echte Bedienungsanleitung kann man, sobald man schon mal einen XP-Rechner nutzte, überblättern. Das einzig Sinnvolle, das mich wirklich interessierte, war die Erklärung für die Hypercheckermoves des Trackpads. Und diese war tatsächlich nützlich.

Die beigelegte DVD mit sämtlichen Programmen und dergleichen, war natürlich auch amüsant. Schließlich benötigt man erst ein externes Laufwerk, bevor man sie nutzen kann. Und ich werde mir bestimmt keins kaufen. Eine Art Recovery-USB-Stick hätte ich da schon sinnvoller gefunden.

Im weltweiten Netz existieren unzählige Seiten, die sich mit dem eeePC beschäftigen, doch der größte Teil ist Müll. Oftmals begegnet man nur den Informationen, was denn die nächste eeePC-Generation für wundersame Eigenschaften haben werde, anstatt hilfreicher Hinweise. In den Foren gibt es zahlreiche Tipps – die sich jedoch zu 90% auf das Vorgängermodell beziehen, dessen Linux-Betriebssystem schließlich ein paar Kompliziertheit verursachte. Und auch auf der Asus-eigenen eeePC-Seite steht nur veralteter Laberkram. Frechheit!, dachte ich und wandte mich ab.

Wer also Unterstützung braucht, muss lange suchen. In der Zwischenzeit hat man die meisten Probleme selber gelöst.


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Die bisherigen Teile:
Teil 1: Das Vorher
Teil 2: Der Kauf
Teil 3: Die Installation

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 3: Die Installation

Bedienungsanleitungen zu lesen, ist etwas für Weicheier. Und genug Geduld, den Akku vor Erstbenutzung komplett aufzuladen, hatte ich auch nicht. Nicht zuletzt, weil der entsprechende Hinweis in der Kurzanleitung erst nach dem „Wie schalte ich das Gerät ein?“-Bildchen zu finden ist. Egal, geht auch so.

Windows XP fing sogleich an, sich zu installieren. Nichts Neues soweit, außer, dass eine fetzige Melodie den Installationsvorgang begleitete – zumindest war sie das, was die Leute von Microsoft wohl für „hip“ und „modern“ hielten. Guter Laune ließ mich nicht beirren, und erstaunlich rasch war alles Erforderliche beendet.

Nicht minder rasch ging es, das LAN einzurichten – und schon bald konnte ich mich frei im weltweiten Netz bewegen und alle erforderlichen Daten herunterladen. Nun, nicht ganz, denn aus einem befremdlichen Grund neige die Internetverbindnung dazu, nach wenigen Sekunden des Herunterladens der neuesten Firefox-Version den Geist aufzugeben. Ich startete neu, mehrmals, doch das Problem blieb bestehen.

Da ich irgendwo gelesen hatte, dass der eeePC ungut konfiguriert sei und dass es nötig sei, den virtuellen Arbeitsspeicher auszulagern, wollte ich natürlich auch wissen, wie das geht. Und tatsächlich, kaum hatte ich begonnen, mich darum zu kümmern, gab das kleine Knuffelteil auch die entsprechende Fehlermeldung aus. Erstaunlicherweise waren die eeePC-Foren nicht sonderlich hilfreich – aber dafür die Windwos Hilfe. DAS hätte ich nicht erwartet.

Die Partition C: umfasst etwa 4, die D-Partition etwa 8 GB. Da Windows alleine eine Menge Platz wegnimmt, war es also durchaus ratsam, die komische Arbeitsspeicherauslagerungsdatei auf D zu legen. Ich hatte keine Ahnung, wie groß sie sein sollte und folgte einfach irgendeinem empfohlenen Wert. Seitdem ich dann auch noch den „Festlegen“-Button gefunden hatte, um meine Angaben zu bestätigen, traten keinerlei fehlerige Meldungen mehr auf, und das Internet war wieder ganz. Dennoch: Das berühmte „easy“, das sich ASUS auf die Fahne geschrieben hatte, war das nicht.

Die weitere Installation war unkompliziert, aber nervig. Alle Programme wollten sich automatisch auf C: installieren, keines davon wollte ich dort haben. Zwei Mal musste ich wegen unnützer Unaufmerksamkeit alles deinstallieren und von Neuem beginnen. Nebenbei hatte ich alle Hände voll zu tun, den ganzen vorinstallierten Mist von der Platte zu schaufeln, den ich nicht brauchte. Ein DVD-Player für einen Rechner, der kein DVD-Laufwerk besitzt? Weg. Microsoft Works? Oje, wer nutzt denn sowas? Weg. Das Star Office Paket? Open Office ist kleiner und von mir mit mehr Sympathie behaftet. Also weg.

Es nahm einige Zeit in Anspruch, bis ich den Rechner nach meinen Wünschen eingerichtet hatte, doch schließlich war es soweit. Alles funktionierte. Moment! Alles? Wirklich alles? Nein, denn die Kamera hatte ich noch nicht ausprobiert. Doch weder Skype noch der Windows Movie Maker konnten die integrierte 1,3 Megapixel-Kamera entdecken. Und das, obwohl der Treiber installiert war.

Ich suchte also wieder im Netz. Doch bis auf haufenweise unsinnigen Kram fand ich nichts. Irgendwo las ich etwas von „BIOS“ und fand, das sei eine gute Idee. Neustart, im BIOS nachschauen – und tatsächlich: Die Kamera war standardmäßig deaktiviert. Albern.

Ich habe mir, um der 12GB-Platte, die im Gegensatz zu dem ähnlichen Aldi-Modell nicht mit beweglichem Kram bestückt ist, etwas aufzustocken, mir noch für 23 (!!) Euro eine 8GB-SD-Karte gekauft, die nun im entsprechenden Slot steckt und mir allerhand Musik und anderen Datenkram liefert. Sehr empfehlenswert.


Weiter geht's in Teil 4: Der Support
Und hier sind Teil 1 und Teil 2.

Dienstag, 29. Juli 2008

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 2: Der Kauf

Eigentlich wollte ich das Gerät bei amazon kaufen. Bisher hatte mich das Internetkaufhaus nie enttäuscht, was man von der heimischen Saturnfiliale nicht behaupten konnte. Zudem glaubte ich nicht, dass sie den eeePC vorrätig haben würden – zu oft war ich schon suchenderweise durch die Gänge geschlichen, ohne fündig zu werden. Doch amazon erwies sich als unzuverlässig: Als ich endlich zum Kauf bereit war, bot man mir nur die Option des Vorbestellens an. Quatsch, dachte ich, ging nun doch in Saturn und wurde fündig. Zwei Geräte standen dort, eines weiß, eines schwarz, die tatsächlich benutzbar waren. Und sie waren so winzig! Kein Bild im Netz war imstande, diese Dimensionen wiederzugeben, die mich, der nicht zum ersten Mal einem eeePC begegnete, dennoch eneut überraschten.

Ich tippte wild drauflos, wollte ausprobieren, ob die reduzierte Tastatur mir Probleme machen würde. Doch ich war erstaunt: Die Tippfehler hielten sich in den für mich üblichen Grenzen. Also bastelte ich ein wenig an den Einstellungen herum, hob das Gerät hoch und wog es in meiner Hand, nickte bestätigend – und suchte einen Verkäufer.

Das erwies sich als gar nicht so einfach, denn freie Mitarbeiter waren – wie immer – nicht zuständig und zuständige – natürlich – nicht frei. Ich wartete am Informationspunkt, allmählich die Geduld verlierend. Warum mussten die Saturner mich in meiner Aufregung zusätzlich quälen?

Ein Mann in Anzug kam auf mich zu, fragte, was ich wolle. Kein Mitarbeiter dachte ich, weil er nichts Blaues trug. Oder vielleicht ein Chef. Ich erläuterte meinen Wunsch. Er könne mir auch nicht helfen, meinte er; ich müsse mich an einen Mitarbeiter wenden. Dennoch ließ er sich noch von mir zeigen, was ich denn eigentlich kaufen wolle, erklären, dass der Preis von 399 Euro normal und auch bei amazon so üblich sei. Was ich denn mache, wollte er wissen. Ich studiere, antworte ich, und als er wieter nachfragte, umriss ich kurz mein derzeitiges Dasein, ohne allzu präzise zu werden. Er nickte, schaute noch einmal kurz auf den ausgestellten eeePC – und überreichte mir eine Visitenkarte. Vermögensberater sei er – und wenn ich mein Studium beendet habe, solle ich mich doch bei ihm melden.

Was für eine beschissene Masche!, dachte ich und entdeckte sogleich einen zuständigen Verkäufer. Welche Farbe, wollte dieser wissen, nachdem ich ihm meinen Wunsch nahegelegt hatte. Weiß, sagte ich, und verstieß damit gegen meine allgemeine Schwarzigkeit. Der Schwarz sah einfach zu langweilig aus. Zu gewöhnlich. Ob ich denn das Vodafon-Angebot nutzen wollte. Was für ein Angebot?, frage ich und bereute es sofort. Doch glücklicherweise zeigte er nur auf ein Pappschild. Die Kollegen – eben jene, die vorhin unbeschäftigt und nicht zuständig gewesen waren – würden das machen. Ich könne 340 Euro sparen. Und wieviel müsste ich bezahlen?, fragte ich neugierig. Er studierte das Schild, doch ich wollte die Antwort nicht wissen. Ist okay so, sagte ich, bekam einen Zettel ausgehändigt und bezahte, während er den weißen eeePC aus dem Lager holte und an die Information übergab. Dass ich auf meinem eigenen Kassenbeleg für den Erhalt des Notebooks, bzw Netbooks, wie es derzeit überall heißt, unteschreiben musste und nicht auf einem Schriebs, den Saturn behielt, verwunderte mich, war mir aber egal. Ich hatte meinen eeePC und konnte nach Hause fahren.


Weiter geht's in Teil 3: Die Installation
und hier ist Teil 1

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 1: Das Vorher

Unlängst erworbenes Superblogs-Gewinngeld als hilfreichen Zuschuss nutzend erwarb ich einen dieser winzigen und knuffigen eeePCs, auf die ich schön längere Zeit mein Auge geworfen hatte. Mittlerweile besitze ich das Gerät nahezu eine Woche, und allmählich drängt es mich, eine äußerst subjektive Beurteilung abzuliefern.

Das Warum? ist recht rasch zu beantworten: Abgesehen von einem Gerät, das nur in äußersten Notfällen zum Einsatz kommt und das bereits, als ich es geschenkt bekam, ein Wrack war, besitze ich kein Notebook. Und obwohl ich bereits jahrelang überlegte, mir ein solches Gerät zu kaufen, hielt ich mich stets davon ab.

Denn ich mag keine Notebooks. Notebooks betrügen. Abgesehen davon, dass sie in den meisten Fällen mehr Geld kosten als ich aufzubringen vermag, wäre auch ein Kostenlosgerät imstande, mich zu verärgern. Denn Notebooks gaukeln einem Mobilität vor, die sie nicht besitzen. Notebooks sind riesig, schwer und unhandlich. Wenn ich mich irgendwohin begebe und überlege, ein Notebook mitzunehmen, dann bildet selbiges stets ein Hindernis. Entweder ich muss auf bestimmte Klamotten oder Bücher verzichten oder die zusätzliche, und vor allen nicht zu vernachlässigende, Masse in Kauf nehmen.

Und nicht nur das: Mit einem Notebook kommen stets noch Unmengen von Umständlichkeiten daher. Das Netzteil muss sein, ist aber klobig und ebenfalls schwer. Als Trackpadverabscheuer erwirke ich zusätzliche Kabelverwirrung durch das Mitschleppen einer winzigen Notebookmaus. Und davon, dass das Ganze ja auch noch in eine schützende Hülle mit ausreichender Stabilität gestopft werde soll, die zu der ohnehin nicht geringen Gerätgröße noch weiteren benötigten Raum hinzufügt, will ich gar nicht erst anfangen.

Notebooks haben es also nicht leicht bei mir, und gerne war ich bereit, meinen Notebookkaufgedanken in die Überlegung eines iPhone-Erwerbs zu stopfen, um der Mobilitätsforderung nachkommen zu können. Doch war mein Zweifel bezüglich dieser Geräte und mein Respekt vor dem finanziellen Aufwand stets groß genug, um derartige Pläne gar nicht erst entstehen zu lassen.

Was wollte ich überhaupt mit einem Notebook? Ich wollte mit Sicherheit keine Bildbearbeitung durchführen und Fred-Comics zu generieren, denn zusätzlich meinen Scanner mitzuschleppen, hätte in Albernheit gemündet. Ich wollte unterwegs schreiben können, mich im Uni-WLAN-Netz und anderen W-Netzen einklinken können, wollte imstande das sein, relativ aufwandslos durch Internetseiten zu surfen, aber zugleich auch „richtig“ arbeiten können. Also neben erwähntem Schreibprogramm sollten auch Tabellenkalkulation und evtl Präsentationsdingsbums existieren. Latex sollte laufen, und jedes weitere Programm, das ich in nächster Zeit benötigen würde. Filme und Musik sollte es wiedergeben können – ohne jedoch zum hauptsächlichen Betrachtungsmedium zu werden. Es sollte meinen „echten“ Rechner nicht ersetzen, doch sich ohne Probleme mit ihm verstehen. Ein DVD-Laufwerk war ebenso uninteressant für mich wie Leistungen, die an die Grenzen des derzeit Möglichen gingen. Ich wollte keine Spiele damit spielen, weil ich das ohnehin nie tat, wollte nicht sämtliche meiner Daten darauf gespeichert wissen, wollte damit arbeiten können, ohne ständig mit Winzigkeiten belästigt zu werden, die zwar beseitigbar, aber nervig sein würden.

Ich wollte mobil sein, wollte mich spontan für oder gegen die Mitnahme eines Rechners entscheiden können, ohne langes Planen und Gewicht-berücksichtigen. Ich wollte stundenlang im Freien sitzen, ohne auch nur ein Quentchen Interesse für die Laufzeit des Akkus aufwenden zu müssen.

Doch allein der letzte Punkt erwies sich als Totschlagargument: Mit „stundenlang“ meine ich nicht frei, vier, fünf Stunden. Nein, ich denke an zehn, zwanzig Stunden, die meiner Meinung nach auskommen soll, ohne die Nähe einer Steckdose zu spüren. Denn das bedeutet für mich Mobilität: Überall arbeiten zu können, und nicht nur dort, wo sich eine Steckdose befindet.

Leider ist die Technik noch nicht imstande, meine abstrusen Wünsche zu erfüllen, und so begrub ich schnell die Hoffnung auf relative Stromunabhängigkeit. Also spielte es auch keine Rolle mehr, ob ein mir gehörendes Notebook nun drei oder fünf Stunden aktiv sein konnte. Es war in beiden Fällen viel zu wenig,

Wenn ich es zusammenfasste, wollte ich keine großen Leistungen, dafür jedoch Handlichkeit. Keinen Erstrechnerersatz, sondern ein tatsächlich mobiles Gerät, das mit seinem großen Bruder vereinbar wäre. Also warf ich meine Blicke umher, und sobald Asus das erste eeePC-Modell vorstellte, weiteten sich meine Pupillen. Das, genau das, war es, was ich suchte.

Nun gut, das Linux-Betriebssystem überzeugte mich noch nicht, und der Speicher konnte durchaus größer sein. Aber dennoch: Ein Anfang war gemacht, und sobald der eeePC 900 mit Windows XP und größerem Speicher herauskam, ließ ich meine alten Wunschgedanken wieder aufleben – und schließlich wahr werden.


Weiter gehts in Teil 2: Der Kauf

Montag, 28. Juli 2008

Döner

Ich mag Döner. Obgleich mein Dönerappetit sich nicht sehr häufig meldet, genieße ich das Fladenbrotprodukt, sobald ich es in meinen Händen halte. Zwar bin ich mittlerweile dazu übergegangen, anstelle eines Döners einen Haloumi zu bestellen, also auf Fleisch zu verzichten und käsiges Beiwerk zum bekannten Kraut-Gemüse-Soßen-Gemisch zu bevorzugen, doch hat das nicht mein allgemeines Dönergutfinden reduziert.

Ich bin allerdings kein guter Döneresser. Ohnehin verabscheue ich es, Nahrung nicht in aller Ruhe zu mir nehmen zu können. Im Stehen essen, gar im Gehen? Niemals! Ich muss mich setzen, muss für ein paar Minuten mich allein dem Essen widmen können. Und - nicht minder wichtig - ich brauche ein Getränk. Nahrungsmittelaufnahme ohne dazugehöriges Fluidum missfällt mir. Sicherlich bin ich imstande, einen ganzen Döner ohne einen Schluck erfrischenden Getränks zu vertilgen, doch bevorzuge ich feuchtes Beiwerk, um mich nicht allzusehr ausdörren zu lassen.

Das allein reicht aus, um den Dönerkonsum zu verkomplizieren. Denn zunächst muss, sobald ich einen Döner oder etwas ähnliches besitze, eine Sitzgelegenehit gefunden werden. In der Zwischenzeit erfreut sich das Fladenbrot zunehmender Soßenfeuchtigkeit, und das Gemüse übt bereits fleißig Purzelbäume. Um vorbereitet zu sein. Denn sobald ich sitze, beginne ich zu essen. Natürlich, kaum habe ich die Alufolie entfernt, fällt mir ein, dass ich mein Getränk noch öffnen muss. Gar nicht so einfach, wenn die eine Hand dönerisiert wurde. Ich schaffe es trotzdem und muss, während ich genüßlich mein Essen verzehre, immer wieder innehalten, um einen Schluck zu mir zu nehmen.

Döner zu essen, ist nicht einfach. Ständig purzelt irgendetwas an der Seite heraus; die Soße quillt, das Kraut ergibt sich der Gravitation. Mit zusätzlicher Trinkbelastung entwickelt sich die Mahlzeit normalerweise zu einer kleinen Sauerei. Mich stört das nicht, solange meine Kleidung sauber bleibt. Alle anderen Spuren sind rasch getilgt.

Und doch ging ich einst dazu über, Dürüm zu bevorzugen. Zwar ist dieser - verglichen mit dem handelsüblichen Döner - zumeist ein wenig teuer, doch nicht weniger schmackhaft und - das ist besonders wichtig - dank seiner Form weniger kleckerintensiv. Es existiert einfach nur ein Bruchteil der möglichen Fläche, aus der Kraut, Gurken, Tomaten und Soße austreten können. Und kaum hat man die Flüchtlinge gesichtet, sind sie mit einen großen Happs vertilgt.

Allerdings ist Dürüm kein Allheilmittel. Auch hier schaffe ich es, mich zu besudeln, nicht zuletzt, weil die elende Alufolie prinzipiell Schwierigkeiten bereitet, sobald sie entfernt werden soll. Zuweilen habe ich silberne Stücken zwischen den Zähnen, oder das Glitzerpaket öffnet sich unten und gibt seinen Inhalt preis.

Aber wenn mich mal wieder die Lust überkommt, einen Haloumi zu essen, gern auch in Dürüm-Variante, dann kann mich kein potentielles Gekleckere aufhalten. Ich vertilge, mampfe - und nehme nebenbei immer wieder einen großen Schluck vom obligatorischen Getränk.

Als ich gestern nach Hause fuhr, überholte ich eine Radfahrerin. Ihr Tempo war durchaus akzeptabel, doch ich war gerade in Schwung, und so setzte ich an, an ihr vorbeizurauschen. Als ich aber nach links blickte, sah ich Erstaunliches: Die junge Frau, die mit nicht allzu kleiner Geschwindigkeit durch die Magdeburger Innenstadt radelte, hielt einen Döner in der Hand - und aß ihn. Whrend des Fahrens. Ich war beeindruckt. Ich könnte einen Dönner noch nicht einmal am stillsten Ort der Welt schadlos verzehren, doch sie aß ihn, auf dem Rad sitzend, durch die Gegend düsend.

Wow!, dachte ich sofort und gleich darauf ein zweites Mal: Auf ihrem Shirt war kein einziger Fleck.

Attraktiv

Nachdem ich mir zu morgendlicher Stunde mehrtägige Haare aus dem Gesicht geschabt hatte, erinnerte ich mich plötzlich an den Traum von letzter Nacht, in dem sowohl meine Mutter als auch mein Bruder begeistert feststellten, wie attraktiv und erwachsen ich mit Bartwuchs aussehen würde.

Zu spät.

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Martin Angel (Gast) - 12. Sep, 11:27
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dat is gar nisch süß soll isch de ma was rischtisch...
free erdem (Gast) - 6. Jun, 16:40
Hier wird es fortan weitergehen: http://morast .eu Und...
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morast - 1. Feb, 21:10

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