Krimskrams

Mittwoch, 17. September 2008

Metallica ist scheiße

Ich habe zu spät zu Metallica gefunden, und ich vermute, es war noch nicht einmal meine Schuld. Schuld sind meine Eltern, die mich zu spät gebaren, denn als ich mich ernsthaft für gitarrenbestückte Klänge zu interessieren begann, waren Metallicas Hoch-Zeiten längst vorbei.
Angeblich kann man das gesamte 90er-Jahre-Werk der Band in jene Tonne werfen, auf der Drummer Lars Ulrich bei "St.Anger" dauerhaft herumzukloppen scheint, doch meine erste Intensiverfahrung mit Metallica war "Reload" (1997). Ich hatte schon immer Respekt vor Bands, die bereits länger existierten, als ich - im wahrsten Sinne des Wortes - zu denken imstande war, und hätte mich vermutlich auch nicht an Metallica gewagt, wenn nicht mein jüngerer Bruder das "Reload"-Album angeschleppt und wiederholt in den Player geworfen hätte. Meine Abstandssuche wandelte sich zu Neugierde und schließlich zu Gefallen, denn tatsächlich mochte ich "Reload" und würde es mir - auch wenn jeder meint, es sei mit unglaublicher Schlechtigkeit besudelt - wohl auch heute noch einmal anhören -- wenn Metallica nicht so scheiße wäre.

Nach "Reload" kamen "Load" und das "Justice"-Werk, das ja mit endloser Genialität behaftet sein soll. Ich entlieh die CDs der heimischen Stadtbibliothek, konnte aber keinen Weg zu ihnen finden. Sicherlich, irgendwo befand sich "The Unforgiven", das mich interessierte, weil dessen zweiter Teil mir gefiel, doch könnte ich heute keinen einzigen Titel nennen, der sich auf den beiden Alben befand. Das schwarze Album habe ich vermutlich bis heute nicht komplett durchgehört - und mein diesbezüglicher Willen ist minimal. Schließlich ist Metallica scheiße.

Ich kann mich erinnern, dass ich eigens für das mit Spannung erwartete "S&M"-Album am ersten Verkaufstag in den Laden rannte und mindesten 20 Minuten lang ununterbrochen "reinhörte". Zwar beschlich mich das Gefühl, dass jeder einzelne Song mit Weichspüler behandelt worden war, doch kaufte das Doppelalbum trotzdem. Vielleicht ließ sich ja irgendwo ein bisschen Härte entdeckten. Doch das als Single ausgekoppelte, verwässerte "Nothing else matters" ging mir ebenso bald auf den Nerv wie der Rest des Albums, und ich begann, mich von der Band abzuwenden. "Fuel" blieb mir positiv in Erinnerung, weil ich mich jedesmal, wenn James Hetfield "Gimme fuel / Gimme fire / Gimme that which I desire" schrie, im Auto befand und gerade durch eine 30er-Zone schlich. Mein Bruder kaufte "Garage Inc.", das ich von vorneherein ablehnte, weil ich mich veralbert fühlte, von einer achsogroßen Band ausschließlich Coversongs vorgesetzt zubekommen. Dass die mit dem mir nicht wirklich zusagenden Film "Mission Impossible" erscheinende Maxi "I disappear" komplett in Schwarz gehalten war, fand ich zwar beeindruckend, doch konnte es mein zunehmendes Desinteresse nicht aufhalten. Metallica ist eigentlich scheiße, dachte ich irgendwann.

Danach erfolgte eine lange Pause. Mich hatte der ganze Besetzungskram der Band, ihre Drogen- und Alkoholprobleme und alles, was damit zu tun hatte, nie interessiert, und so verfolgte ich auch nicht, was über die Jahre geschah. Mein Musikgeschmack blieb dem Metallischen treu, und auch wenn ich mich im Besitz eines Aufnähers mit Metallica-Bandlogo befand, hörte ich nur noch hin und wieder in "Reloaded" rein. Wenn überhaupt.
"St. Anger" nervte mich von Anfang an. Der neue Bassist, der auf der Bühne selbst bei den ruhigsten Passagen wild herumhampelte, die Medieneuphorie, die im Video aufgegriffene Gefängnisthemaik, der Sound - all das ließ mich maximal skeptisch blicken. Meine Metallica-Zeit war vorbei. Irgendwann hörte ich das Album tatsächlich durch, einmal, zweimal, machte mich über die Drums lustig, und das war's. Metallica sind scheiße, beschloss ich.

Dass Onkel Ulrich Napster verklagte, interessierte mich nicht. "Some kind of monster" interessierte mich nicht. Metallica war scheiße. Punkt.

Wenn man von einigen Liedern des Reloaded-Albums absah, war Metallica für mich ständig nur Mittelmaß gewesen, allerdings ein Mittelmaß, das von allen so sehr zum "Kult" hochgejubelt worden war, dass ich schwerlich etwas dagegen sagen konnte. Ich mochte Metal, doch jemand, der Metallica mochte, folgte in meinem Augen nur dem Trend der allgemeinen Hochjubelei. Vielleicht hatte es einst eine Metallica-Hyperzeit gegeben, doch der Großteil der "in meiner Zeit" erscheinenen Werke rechtfertigten keinen Hype. Metallica hatte einen Namen, mehr nicht, und ich hörte lieber andere Bands, vielleicht weniger bekannt, dafür mehr meinem Geschmack entsprechend. Wenn ich Metallica fortan scheiße fand, dachte ich, würde ich dem unnützen Hype entgehen und trotzdem nichts verpassen.

Unlängst nun erschien "Death Magnetic". Irgendwer fand den Titel bescheuert, was ich wiederum bescheuert fand. Plötzlich war Metallica wieder in aller Munde und selbst der mir unsympathische, eigentlich Alternativmusik hörende Jan Wigger von SpOn hat sich dazu hinreißen lassen, eine Rezension zu verfassen, nach deren Lektüre ich nur wusste, dass die Titel überlang seien - was für eine Überraschung im Metalbereich, wo zehnminütige Opeth-Werke als üblich gelten. Schnell eilte ich auf metal.de und erfuhr in durchaus guter Rezension, dass das Album durchwachsen sei, dass es gute Songs gebe, die sich mit schlechteren abwechselten. Ähem.

Last.fm nervte mich mit dämlicher Metallica-Flackerwerbung. Im Plattenladen meines Vertrauens lief ich gedankenlos an den neuen Metallica-CDs vorbei. Auf Spreeblick wurden Konzertkarten verlost, und ich stellte fest, dass ich selbst dann zögern würde, zum Metallica-Konzert zu gehen, hätte ich Karten für einen Auftritt hier an meinem Wohnort ungefragt geschenkt bekommen.

Mein Bruder rief an. Er hatte das Werk bereits erworben und für ziemlich gut befunden. Ich stutzte. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, geht doch sein Musikgeschmack mit meinem zu nicht geringen Teilen konform. Wenn er also sagte, "Death Magnetic" sei empfehlenswert, dann war davon auszugehen, dass ich es mögen könnte. Ich könnte ja mal reinhören, überlegte ich, doch schüttelte dann mit dem Kopf. Metallica ist schließlich scheiße.

Montag, 8. September 2008

Nicht mit dir

Ich seufzte. Auf meinem Schreibtisch türmten sich Gleichungen und Zahlen in Form unleserlich bekritzelter Zettel. "Ich hatte nicht mit dir gerechnet.", sagte ich, doch sah nicht auf. Er schwieg, dieses widerliche, vorwurfsvolle Schweigen, das er in den Jahren unserer Bekanntschaft perfektioniert hatte. "Es wird nicht wieder vorkommen.", beteuerte ich. "Ehrlich!" Doch er schwieg, rührte sich nicht. Noch einmal seufzte ich, dann schaltete ich ihn an. Taschenrechner sind eine Plage.

Sonntag, 7. September 2008

Erdnüsse

"Warum", fragte Johann und schaute mich verwundert an, "Warum ist deine Jackentasche eigentlich immer voller Erdnüsse? Du magst die doch gar nicht." Ich zuckte mit den Schultern und sah lächelnd zu, wie der unsichtbare Elefant seinen Rüssel nach meiner Tasche ausstreckte.

Freitag, 1. August 2008

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 10: Das Fazit

Nun habe ich schon etwa zweieinhalb Kilometer Text geschrieben und sollte langsam zu einem Fazit kommen. Mach ich auch.

Der eeePC fetzt! Mindestens..

Menschen, die erstmals einem Computer begegnen bzw wenig Erfahrung im Einrichten eines solchen haben, sollten diese Arbeit einem Wissenden überlassen. Denn die Zahl der auftauchenden Probleme ist zwar winzig, doch reicht aus, um zu nerven. Das fluffig-leichte Asus-„easy“ existiert hier nur im Ansatz. Dennoch sei ermutigenderweise erwähnt, dass der ganze Installationskram überraschend schnell vorbei war.

Mit einer netten zusätzlichen Speicherkarte und angenehmerer als der mitgelieferten Software verwandelt man das Knuffelgerät recht rasch in ein wunderfeines und vor allem nützliches und leistungsfähiges Mobilcomputerchen. Die Gewöhnungszeit an verändertes Bild- und Tastaturformat ist kurz, und die Supermegachecker-Trackpad-Moves fetzen so sehr, dass sie jeden aufkeimenden Unwillen ratzfatz wegbügeln.

Der eeePC ist leicht und handlich, und die Tasche weich und kuschelbar. (Mmmhhh...) Ich war begeistert und bin es noch immer. Und das hätte ich nicht erwartet. Denn oft realisiere ich allzu schnell, dass das technische Gerät, das ich mir kaufte, eben nur ein technisches Gerät ist. Doch entweder hat das Realisieren in diesem Fall noch nicht eingesetzt, oder der eeePC vermag tatsächlich, immer wieder neue Freude zu entfachen. Ich tippe auf letzteres, denn ich freue mich wie ein gefalteter Grunzwobbel, das winzige Notebook nutzen zu können, damit zu arbeiten, zu schreiben, Musik zu hören, durch das Netz zu cruisen.

Die Benutzung des KnuffelPCs fühlt sich leicht an. In doppeltem Sinne. Einerseits, natürlich, leicht, weil es bequem ist, das Gerät aufwandlos überall mitnehmen zu können, weil es wenig wiegt und kaum Platz wegnimmt, weil es keinerlei Umstände bereitet, wenn mich mal eben der Wunsch überrascht, einen Text zu schreiben. Andererseits leicht, weil sich die Handhabung, wenn einmal alles konfiguriert ist, tatsächlich leicht anfühlt. Obwohl ich auf meinem „echten“ PC Ähnliches laufen lasse, fühlt es sich hier auf dem eeeDingsbums weniger schwerfällig an.

Sicherlich, ich nutze XP, und es ist zu erwarten, dass es sich nach einer Weile ein paar Macken aneignen wird. Nicht minder erwartbar ist, dass ich nach einer Weile der Gewöhnung anheim fallen werde und die Begeisterung nachlässt. Doch im Augenblick bin ich bereit, jedem, der mich mit fragendem Wortschwall überhäuft, eine Welle der Euphorie zu schenken. Selbst der Umstand, dass ich den eeePC mittlerweile für bis zu 60 Euro weniger im Handel sah, vermag diese nicht zu trüben.

Denn wenn man einen richtigen Rechner zu Hause stehen hat und nur eines Geräts bedarf, das mobil sein und keine Überanwendungen bewerkstelligen soll, sondern nur den üblichen Porgrammbrei, dann fetzt der eeePC absolut. Und wenn man davon absieht, dass der Akku leider keine 20 Stunden ununterbrochen zu arbeiten bereit ist, erfüllt das winzige Gerät durchaus die Erwartungen, die ich an die Mobilität eines Notebooks habe.

Ich erwähne es gerne nochmal: Notebooks stinken und Trackpads sind häßliche Pupsköpfe. Eigentlich. Der eeePC vermochte jedoch in beeindruckender Geschwindigkeit mich vom Gegenteil zu überzeugen. Und wenn ich nicht aufpasse und meine fast schon teenagereske Schwärmerei stoppe, werde ich eines Nachts aufwachen und in meinem Arm anstelle eines Plüschteddys den eeePC finden – einhüllt in seine wunderweiche Silikontasche. Mmhhh...


Die bisherigen Teile:
Teil 1: Das Vorher
Teil 2: Der Kauf
Teil 3: Die Installation
Teil 4: Der Support
Teil 5: Trackpad und Tastatur
Teil 6: Der Bildschirm
Teil 7: Mobilität und so
Teil 8: Geräusche und Hitze
Teil 9: Sound und Leistung

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 9: Sound und Leistung

Sound

Der Sound ist gut. Mehr nicht, aber das reicht mir. Wer davon ausgeht, mit einem in einen KnuffelPC eingebauten Minilautsprecher einer Hyperkrass-Anlage Konkurrenz machen zu können, hat nen Piep. Notebooklautsprecher klingen meistens etwas zu blechern, und dieser hier bildet da keine Ausnahme. Dennoch war ich überrascht, dass nicht nur „laut“, sondern auch „ausreichend gut“ möglich war.

Mit eingestöpselten Kopfhörern verbessert man die Lauschqualität. Jedoch sind meine Stopfkopfhörer auch keine, die mit güldenen Anschlussbuchsen und 12-Wege-Bass-Reflex-Unsinn daherkommen, so dass ich nicht beurteilen kann, ob der eeePC es schafft, über Kopfhörer die totale Soundgenialität zu liefern.

Was ich bisher hörte, war aber qualitativ gut. Und das ist toll, lässt es doch den Gedanken, mir endlich ein musikabspielfähiges Mobiltelefon zu kaufen, geldbösenschonenderweise verschwinden.

Leistung

Der 900MHz-Intelprozessor und der 1GB-Arbeitsspeicher bringen ausreichend Leistung mit, um sich wohl zu fühlen. Ich habe noch keinen Absturz erlebt, lasse unzählige Programme gleichzeitig laufen (jetzt gerade: VPN-Client, Browser, Mediaplayer, Latex, Open Office und zahlreiches Hintergrundgewusel) und neige nicht dazu, den keinen Kerl zu schonen. Ja, obgleich ich es eigentlich nicht machen wollte, habe ich schon mit Gimp Bilder bearbeitet. Problemlos.

Ich bin in der Tat nicht in der Lage festzustellen, dass die Leistung, die dieses Netbook mitbringt, unzureichend wäre, dass irgendwelche Prozesse länger dauerten als sonst oder dergleichen. Voraussetzend, dass er zu keinem Zeitpunkt einen echten Rechner ersetzen soll, dass also großformatige Anwendungen unpassend wären, rufe ich hiermit stolz in die Welt, dass der eeePC mit dem, was er kann, fetzt und mich trotz umfangreicher Anwendung noch nicht zu enttäuschen vermochte.


Weiter geht's im letzten Teil: Das Fazit

Die bisherigen Teile:
Teil 1: Das Vorher
Teil 2: Der Kauf
Teil 3: Die Installation
Teil 4: Der Support
Teil 5: Trackpad und Tastatur
Teil 6: Der Bildschirm
Teil 7: Mobilität und so
Teil 8: Geräusche und Hitze

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 8: Geräusche und Hitze

Die Nichtexistenz beweglicher Festplattenteile sorgt für relative Ruhe. Doch der Rechner besitzt auch einen kleinen Lüfter, der sich irgendwann, wenn er der Meinung ist, das tun zu müssen, einschaltet. Dann brummt er vor sich hin, und ich kann mir vorstellen, dass das Nutzer stören könnte. Nicht zuletzt, weil er offensichtlich keine Lust hat, sich wieder auszuschalten.

Mich stört das Lüftergeräusch nicht. Abgesehen davon, dass ich beim Arbeiten von Rechnergebrumm umgeben bin und zudem nur zu gerne Musik höre, bin ich es gewöhnt, dass Rechner, die ich besitze, laut sind. Und das ist der eeePC defintiv nicht. Wenn ich ihn einschalte, muss ich mich jedesmal Lämpchen suchend vergewissern, ob er auch an ist. Denn zu hören ist nicht. Erst wenn sich irgendwann im Laufe der Benutzung der Lüfter zuschaltet, weiß man: Ah, er arbeitet.

Der eeePC wird warm. Ich habe nicht genügend Notebookerfahrung, um beurteilen zu können, ob er nun besonders heiß wird oder nicht, doch würde sagen: Nö. Die Notebooks, die ich bisher nutzte, wurden ebenfalls warm, ohne dass man sich an ihnen die Finger verbrannte. Irgendwo las ich, dass es hitzebedingt ungut sei, den eeePC auf dem Schoß zu nehmen. Derlei ist mir noch nicht aufgefallen. Aber vielleicht bin ich auch ein besonders harter Kerl (ganz im Gegensatz zur besonders weichen Notebooktasche...).

Weiter geht's in Teil 9: Sound und Leistung

Die bisherigen Teile:
Teil 1: Das Vorher
Teil 2: Der Kauf
Teil 3: Die Installation
Teil 4: Der Support
Teil 5: Trackpad und Tastatur
Teil 6: Der Bildschirm
Teil 7: Mobilität und so

Donnerstag, 31. Juli 2008

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 7: Mobilität und so

Oh ja!

Der eeePC ist winzig (etwa A5 oder so) und leicht (etwa ein Kilogramm). Die Voraussetzungen für Mobilität, wie ich sie mir vorstelle, sind also geschaffen. Der Akku soll angeblich drei bis dreieinhalb Stunden halten, was ich noch nicht verifizieren konnte, weil ich fast immer in der Nähe einer Steckdose rumwerkelte.

Als dem mal nicht so war, hatte ich allerdings das Gefühl, das diese Zeitangabe nur gilt, wenn man nicht ständig hoch- und runterfährt oder Programme öffnet, intensiv benutzt und wieder schließt. Ich vermute, dass zwei bis zweieinhalb Stunden Normalnutzungszeit eine okaye Schätzung darstellen. In Anbetracht dessen, dass ich mir das Zehnfache wünsche, kann ich diese Akkulaufzeit nur akzeptieren.

Das Netzteil ist glücklicherweise wesentlich kleiner, als ich es erwartete. Idealerweise müsste es unendlich winzig sein, doch ich bin zufrieden mit dem zusätzlichen Gewicht und der zusätzlichen Kabelei. Alles durchaus sehr erträglich, wenn nicht sogar fein.

Die mitgelieferte „Silikon-Hülle“ ist in Wirklichkeit eine weiche Tasche, die sich wundergut anfässt. Ich könnte ewig hier sitzen und die Tasche streicheln. Mmhhh... In ihr findet allerdings nur der eeePC selbst Platz und keine Kabelei. Manch einer mag das als nachteilig empfinden; ich finde es fantastisch. Denn so wurde auf widerliche Ausstülpungen und Wucherungen verzichtet, klares, elegantes und weiches (Mmmmh...) Design geschaffen und zudem der Mobilitätsfaktor verstärkt. Ich gehe mal eben raus und tippe etwas, auf der Wiese sitzend. Da brauche ich keine alberne Kabelaufbewahrungsmöglichkeit. Viel zu funktional und unsympathisch.

Mit dem eeePC in seiner Tasche durch die Gegend zu laufen, wirkt nicht so, als hätte man einen Rechner dabei. Eher wie ein Täschchen mit Bürokrams drin. Ein weiches Täschchen, übrigens.

Die Kabelei stopfe ich in eine kleine, verschließbare Plastiktüte, die in meinem Rucksack glücklicherweise wenig Platz wegnimmt und dementsprechend wenig stört. Auf eine Maus habe ich, wie erwähnt, verzichtet, und die Kopfhörer passen überall hin. Und mehr braucht man nicht.

Als ich unlängst nach Hause fuhr, begegnete mir eine Döner vertilgende Radfahrerin. Noch während ich sie bewunderte, entstand in meinem Geist das Grundgerüst eines Textes, und wenige Augenblicke später saß ich auf einer Parkbank mit dem KnuffelPC auf meinen Knien und tippte eifrig vor mich hin. Genau das war es, was ich mir gewünscht hatte!


Weiter geht's in Teil 8: Geräusche und Hitze
Die bisherigen Teile:
Teil 1: Das Vorher
Teil 2: Der Kauf
Teil 3: Die Installation
Teil 4: Der Support
Teil 5: Trackpad und Tastatur
Teil 6: Der Bildschirm

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 6: Der Bildschirm

Der Bildschirm ist winzig. Überraschung!

Nein, eigentlich ist nur die vertikale Ausdehnung des Bildschirms winzig. Denn zwar ist das Gerät imstande, eine Auflösung von 1024 mal 768 Pixeln darzustellen, doch bedeutet das eben, dass man nach oben über den Bildschirmrand hinwegscrollen muss. Will ich aber nicht, also beschränke ich mich auf 1024x600 Pixel.

Eigentlich sieht das schick aus, doch sobald ich im Firefox ein Youtube-Video anschauen will, muss ich präzise scrollen – damit alles davon zu sehen ist. Wer also gewohnt ist, mit unzähligen Status- und Menüleisten zu browsen, sollte noch einmal darüber nachdenken.

Aber: Es geht. Ich habe bereits unzählige Netzvideos beschaut und bin begeistert. Die Augen haben kein Problem mit der Größe des Bildschirms, und ich sowieso nicht. Bei großer Umgebungshelligkeit bekommt man wohl ein paar Anschauungsprobleme, allerdings habe ich bisher noch nichts erfahren, was nicht durch eine Korrektur der Darstellungsparameter lösbar gewesen wäre.

Nachteilig ist allerdings die Größe der Symbole auf dem Desktop. Ich bin bekennender Desktopzumüller und finde ziemlich ungut, dass die einzelnen Icons vergleichsweise riesig wirken und somit eine Menge potentiellen Zumüllplatz verschwenden. Ich habe auch noch keine Einstellung finden können, die das behebt.

Zuweilen überkommt mich auch das Gefühl, dass die Taskleiste unproportional groß ist. Vermutlich, damit man etwas erkennt. Auf jeden Falls sorgt das dafür, dass bei mehreren geöffneten Tasks plötzlich akuter Platzmangel herrscht. Ich habe folglich erst einmal alles aus der Taskleiste entfernt, was dort nicht zu sein braucht.

In selbiger befindet sich übrigens ein kleines Symbol, mit dem auf einfache Weise Kamera und WLAN an- und ausgeschaltet und die Bildschirmauflösung gesteuert werden können. Finde ich schick, nutze ich auch häufig.


Weiter geht's in Teil 7: Mobilität und so
Die bisherigen Teile:
Teil 1: Das Vorher
Teil 2: Der Kauf
Teil 3: Die Installation
Teil 4: Der Support
Teil 5: Trackpad und Tastatur

Mittwoch, 30. Juli 2008

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 5: Trackpad und Tastatur

Ich erwähnte bereits die Hilfe für das Trackpad, die angenehmerweise tatsächlich half. Ich bin weithin bekannt als Trackpadverachter. Wenn ich irgendwo ein Trackpad sehe, schreie ich „Iiih! Ein Trackpad!“, spucke drauf und renne panisch weg. Wenn ich Notebooks benutze, berührt irgendein Teil meiner tippenden Hände immer wieder das dämliche Trackpad, und der Cursor landet im Irgendwo.

Dementsprechend schwierig sollte es also der eeePC haben, mich von der Trackpadnutzung zu überzeugen. Jedoch war ich nicht willens, eine Maus anzustöpseln, weil jedes zusätzliche Gerät die Mobilität, die ich mir erhoffte, ein wenig reduzieren würde. Außerdem gab es ja die Supercheckermoves...

Und tatsächlich: Kaum hatte ich das erste Mal gescrollt, war ich verliebt. Einfach zwei Finger statt einem benutzen, und schon kann ich in Windeseile durch jede Seite sausen. Egal, ob im Browser oder im Schreibprogramm. Nur der pupsgesichtige Mediaplayer schmollt diesbezüglich. Aber der stinkt sowieso.

Der zweite Supercheckermove fetzt nicht minder: Durch Spreizen der zwei auf das Trackpad gelegten Finger kann man auf simpelste Weise zoomen. Das klappt erstaunlich gut und in erstaunlich vielen Programmen. Dass man sogar Drag and Drop mittels des Trackpads ausführen kann, vermochte mich dann schon gar nicht mehr zu verwundern.

Und Firefox hat noch eine kleines Spezialität auf Lager. Klickt man mit zwei Fingern auf einen Link, öffnet sich dieser in einem neuen Tab im Hintergrund. Wahnsinn! Dank Zoom, Scrollen und Klickklack ist das Internetten mit dem eeePC ein wunderguter Spaß.

Die Tastatur selbst ist natürlich gewöhnungbedürftig, weil extrem größenreduziert. Durchaus clever finde ich, einzelne Tasten wie die Umlaute, kleiner zu designen als andere. Schreibt sich nicht anders, spart aber Platz. Die von Notebooks bekannte Fn-Taste, die ich sonst auch nicht so sehr mag, liegt günstig und wirkt wie ein weitere Umschalttaste. Ich komme erstaunlich gut damit zurecht. Nur wenn ich gleichzeitig Shift, Fn und Y drücken muss, sieht das etwas unbequem aus.

Mein altbekanntes Trackpad-Berühren-Problem existiert nicht mehr. Vielleicht weil die Tastatur zu klein ist und ich die Hände beim Tippen nicht auflege. Dafür existieren andere Kleinigkeiten, die immer wieder Fehlerchen verursachen:

Die Ziffern sind um eine Position nach links gerückt. Wenn ich also Gänsefüßchen malen will, entsteht meistens zunächst ein §. Außerdem nervt die dämliche Feststelltaste. An meinem richtigen Rechner habe ich sie ihrer Funktion beraubt, und vermutlich werde ich das hier auch tun. Den Platz für dieses unnütze Ding hätte man auf der stark komprimierten Tastatur wesentlich sinnvoller nutzen können. Allerdings weiß ich auch nicht, wofür.

Ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig ist der Bereich der rechten Shift-Taste. Dort befinden sich noch der Bindestrich und die Pfeil-nach-oben-Taste – und regelmäßig verdrücke (pun not intended) ich mich. Die winzige Enter-Taste hingegen bereitet mir keine Probleme. Und auch sonst gestaltet sich das Tippen erstaunlich einfach. Das hätte ich nicht gedacht...


Weiter geht's in Teil 6: Der Bildschirm
Die bisherigen Teile:
Teil 1: Das Vorher
Teil 2: Der Kauf
Teil 3: Die Installation
Teil 4: Der Support

Asus eeePC 900 12G – Der Erfahrungsbericht – Teil 3: Die Installation

Bedienungsanleitungen zu lesen, ist etwas für Weicheier. Und genug Geduld, den Akku vor Erstbenutzung komplett aufzuladen, hatte ich auch nicht. Nicht zuletzt, weil der entsprechende Hinweis in der Kurzanleitung erst nach dem „Wie schalte ich das Gerät ein?“-Bildchen zu finden ist. Egal, geht auch so.

Windows XP fing sogleich an, sich zu installieren. Nichts Neues soweit, außer, dass eine fetzige Melodie den Installationsvorgang begleitete – zumindest war sie das, was die Leute von Microsoft wohl für „hip“ und „modern“ hielten. Guter Laune ließ mich nicht beirren, und erstaunlich rasch war alles Erforderliche beendet.

Nicht minder rasch ging es, das LAN einzurichten – und schon bald konnte ich mich frei im weltweiten Netz bewegen und alle erforderlichen Daten herunterladen. Nun, nicht ganz, denn aus einem befremdlichen Grund neige die Internetverbindnung dazu, nach wenigen Sekunden des Herunterladens der neuesten Firefox-Version den Geist aufzugeben. Ich startete neu, mehrmals, doch das Problem blieb bestehen.

Da ich irgendwo gelesen hatte, dass der eeePC ungut konfiguriert sei und dass es nötig sei, den virtuellen Arbeitsspeicher auszulagern, wollte ich natürlich auch wissen, wie das geht. Und tatsächlich, kaum hatte ich begonnen, mich darum zu kümmern, gab das kleine Knuffelteil auch die entsprechende Fehlermeldung aus. Erstaunlicherweise waren die eeePC-Foren nicht sonderlich hilfreich – aber dafür die Windwos Hilfe. DAS hätte ich nicht erwartet.

Die Partition C: umfasst etwa 4, die D-Partition etwa 8 GB. Da Windows alleine eine Menge Platz wegnimmt, war es also durchaus ratsam, die komische Arbeitsspeicherauslagerungsdatei auf D zu legen. Ich hatte keine Ahnung, wie groß sie sein sollte und folgte einfach irgendeinem empfohlenen Wert. Seitdem ich dann auch noch den „Festlegen“-Button gefunden hatte, um meine Angaben zu bestätigen, traten keinerlei fehlerige Meldungen mehr auf, und das Internet war wieder ganz. Dennoch: Das berühmte „easy“, das sich ASUS auf die Fahne geschrieben hatte, war das nicht.

Die weitere Installation war unkompliziert, aber nervig. Alle Programme wollten sich automatisch auf C: installieren, keines davon wollte ich dort haben. Zwei Mal musste ich wegen unnützer Unaufmerksamkeit alles deinstallieren und von Neuem beginnen. Nebenbei hatte ich alle Hände voll zu tun, den ganzen vorinstallierten Mist von der Platte zu schaufeln, den ich nicht brauchte. Ein DVD-Player für einen Rechner, der kein DVD-Laufwerk besitzt? Weg. Microsoft Works? Oje, wer nutzt denn sowas? Weg. Das Star Office Paket? Open Office ist kleiner und von mir mit mehr Sympathie behaftet. Also weg.

Es nahm einige Zeit in Anspruch, bis ich den Rechner nach meinen Wünschen eingerichtet hatte, doch schließlich war es soweit. Alles funktionierte. Moment! Alles? Wirklich alles? Nein, denn die Kamera hatte ich noch nicht ausprobiert. Doch weder Skype noch der Windows Movie Maker konnten die integrierte 1,3 Megapixel-Kamera entdecken. Und das, obwohl der Treiber installiert war.

Ich suchte also wieder im Netz. Doch bis auf haufenweise unsinnigen Kram fand ich nichts. Irgendwo las ich etwas von „BIOS“ und fand, das sei eine gute Idee. Neustart, im BIOS nachschauen – und tatsächlich: Die Kamera war standardmäßig deaktiviert. Albern.

Ich habe mir, um der 12GB-Platte, die im Gegensatz zu dem ähnlichen Aldi-Modell nicht mit beweglichem Kram bestückt ist, etwas aufzustocken, mir noch für 23 (!!) Euro eine 8GB-SD-Karte gekauft, die nun im entsprechenden Slot steckt und mir allerhand Musik und anderen Datenkram liefert. Sehr empfehlenswert.


Weiter geht's in Teil 4: Der Support
Und hier sind Teil 1 und Teil 2.

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