Donnerstag, 25. August 2005

Neulich in der Fußgängerzone

Die Hallenser autmobilverkehrsbefreite Einkaufsstraße nennt sich offiziell "Leipziger Straße", obgleich sie jeder "Boulevard" nennt. Vor kurzem lief ich eben genannten Boulevard entlang, vom Bahnhof kommend in Richtung des Marktplatzes, als ich einem kleinen Stand auszuweichen hatte.

Um ihn herum hatten sich ein paar prollige Gestalten gruppiert, von denen, sobald ich in Hörweite war, einer das Gespräch mit seinen Freunden unterbrach, um sich mir zuzuwenden, mir eine blaue A6-Karte vor das Gesicht zu halten und mich sofort anzuquatschen:
"Entschuldigung... Du kannst hier was gewinnen."

Vermutlich hätte ich irgendwie reagieren sollen, doch fühlte ich mich dafür zu träge, zu sehr in mich selbst versunken, zu sehr mit dem Augenblick zufrieden. Ich verringerte mein Tempo nicht, ging einfach weiter, ohne ihn, den bedeutungslosen Störenfried, zu beachten. Ich wußte, daß ich nicht unfreundlich schaute, doch lächelte auch nicht.

Als ich, unberührt von seinen Versuchen, meine Aufmerksamkeit zu erheischen, weiterging, begann die prollige Meute gemeinsam, ausfallend zu werden, als hätte ich sie mit meiner reglosen Miene, mit meinem unbeeindruckten Verhalten, irgendwie demütigen wollen.
Zuerst erklang ein "Hoho... - um meine vermeintliche Abgehobenheit ironisch zu kommentieren, dann folgten mehrere Kommentare zu meinem Äußeren, zu meiner Kleidung und ein paar zusätzliche zu meinen Haaren. Natürlich allesamt beleidigend.

Ich war erstaunt. Kaum äußerte ich kein Interesse an ihrem Produkt, mutierte ich gleich zum Feind, für Beschimpfungen geeignet.
Selbstverständlich war ich mir dessen bewußt, daß es sich bei ihnen auch nur um Studenten handelte, die irgendeinen albernen Job ausführten, um ein wenig Geld verdienen zu können, doch erachtete ich es für überflüssig, mich auf einen ausführlichen Disput mit ihnen über die Sinnlosigkeit ihres Unterfangens, mir ihr Produkt aufzuschwatzen, einzulassen, hatte ich doch mit einem einzigen Blick vier Gründe erspäht, die meine Ignoranz berechtigten und mich aus der Gruppe potentieller Kunden ausschlossen:

1. Auf der gezeigten, blauen Karte hatte ich sofort das TV-Movie-Logo entdeckt. Doch verfüge ich wie bereits erwähnt weder über einen Fernseher, noch über das für eine - überflüssige - regelmäßig erscheinende Fernsehzeitschrift nötige, finanzielle Potential.

2. Sollte mich ich jemals dazu durchringen, dergleichen erwerben zu wollen, wird es bestimmt nicht der Student auf der Straße sein, den ich diesbezüglich zu kontaktieren wünsche.

3. Meine Stimmung war zu gut, um mich mit profanen Dingen wie Fernsehzeitschriften oder Gewinnspielen abgeben zu wollen.

4. Gewinnspiele scheinen das ultimative Köderargument unserer Gesellschaft zu werden. Bloß weil irgendwo zu lesen ist, daß es etwas zu gewinnen gibt, sind Menschen bereit, sich zum Kasper machen oder sich alberne Überflüssigkeiten aufschwatzen zu lassen. Schon längst entwickelte ich eine Abneigung gegen derartige Gewinnspiele und erst recht gegen Menschen, die glauben, mich auf derart primitive Weise für ihre Sache gewinnen zu können.

Und so ging ich weiter, hörte hinter mir die Stimmen der lästernden Prolls und versuchte, meine wenig freundlichen Gedanken nicht in mein allgemeines Wohlsein einfließen zu lassen.

Menschen 18: Zweite Blicke

'Wie alt mag er sein?', frage ich mich und schätze ihn auf 25. Vielleicht auch ein oder zwei Jahre älter. Lange Haare zieren sein Antlitz. Er scheint stolz auf sie zu sein, hat sie mit einem Pomadeprodukt glatt an sein Haupt gepreßt. Lässig fletzt er auf dem Straßenbahnsitz herum, versucht, möglichst locker, cool zu wirken.
Doch seine Metallgestellbrille wirkt hoffnungslos veraltet und seine pomadenhaarumrankten und erstaunlich ausgeprägten Geheimratsecken zerstören jegliche Gesichtsattraktivität und sämtliche Easyness-Bemühungen.

An der Straßenbahntür steht ein Mädel, vielleicht zwanzig Jahre alt. '>Drall< wäre ein gutes Wort, um sie beschreiben.', denke ich und beschaue die gut gebräunte Haut ihres Bauches, die unter ihrem Oberteil herausschaut. Sie wirkt attraktiv, aber zugleich ziemlich dumm.
Doch in ihrer Hand trägt sie ein dickes Buch, in das sie vor wenigen Augenblicken noch vertieft war.
'Vielleicht ist sie doch nicht so dumm.', überlege ich und freue mich über meinen Irrtum.

Gesprächsfetzen 10 - Pseudodialog

"Das funzt nicht."
"Auf keinsten."
"Steckt man nicht drin."
"Ebend."

Gesprächsfetzen 9 - Farbenblind

"Du mit deiner Rot-Blind-Krankheit."

Wahlkampfauftrittsvergleich

Nachdem ich mich am Montag dazu überredet hatte, unseren Bundeskanzler auf Magdeburgs Altem Markt erleben zu wollen, konnte ich es mir gestern nicht nehmen lassen, auch dem Magdeburg besuchenden Joschka Fischer meine Anwesenheit zukommen zu lassen. Und ich muß gestehen, daß die Unterschiede zwischen den Wahlauftritten beider Parteien, beider Politikgrößen immens war, auf jeden Fall größer, als ich es erwartet hätte.

Den größeren Etat der Sozialdemokraten konnte man anhand eines riesigen Bildschirms bewundern, auf dem auch aus letzter Reihe nicht nur die Gesichter der einzelnen Parteimitglieder oder deren vollständige Leiber erkennen, sondern auch anspruchslos-unterhaltsame SPD-Reklamefilmchen beschauen konnte.
Die Bühne der Grünen war kleiner, und Herr Fischer hatte seine fehlende Bildschirmpräsenz durch Körpermasse und Stimmvolumen auszugleichen, was ihm allerdings erstaunlich gut gelang.

Daß den Kanzler mehr Politikinteressierte und Trillerpfeifenbesitzer besuchten als den Außenminister, hätte wohl niemand anders erwartet. 8000 zu 1300. Und ich mittendrin.
Doch während den Magdeburger SPD-Funktionären und en Ehrengästen ein riesiges Areal vor der Bühne reserviert worden war, so daß der gemeine Pöbel sich erst in deutlichem Abstand zu den Politikgrößen postieren konnte, gab es bei den Grünen nur einen schmalen Sicherheitsbereich, der nicht weiter ins Gewicht viel. Volksnähe statt Leinwand, schien das Motto zu lauten.

Allein das musikalische Vorprogramm beider Parteien ist eine Erwähnung wert. Herr Schröder und Konsorten hatten dazu extra Roland Kaiser geordert, dem zwar kein schlechtes Image anhaftet, der allerdings Vertreter einer musikalischen Richtung ist, die wohl wenig die Jugend anzusprechen vermag. Vielleicht mögen SPD-Jungwähler aber auch Schlagermusik. Immerhin hat sich der Sänger von spektakulären Songs wie "Joana - geboren um Liebe zu geben" und "Alles, was du willst" zur SPD bekannt und durchaus glaubwürdig vermittelt, der Ansicht zu sein, allein die SPD sei befähigt, Deutschland in eine gute Zukunft zu führen.

Das Wort "Volksnähe" schien den Grünen dagegen auch hier anzuhaften, beschränkte sich man doch auf Kleinstein, eine junge, erwähnenswert gute Magdeburger Band mit ebensolchem Ruf. Und während Herr Kaiser nach Schröders Rede schwieg, lieferte Kleinstein noch eine abschließende Zwei-Song-Show.

Herr Schröder mied in seiner Rede außenpolitische Themen, schien im doch wichtiger zu sein, darzustellen, was er zu leisten imstande ist, was er bereits geleistet hat und - das war ihm besonders wichtig - was die CDU/CSU niemals leisten wird. Selbst vor der Erwähnung von ALGII und HartzIV scheute er sich nicht, was ihm ein gehöriges Trillerkonzert und diverse Buh-Rufe seitens der mit zahlreichen Transparenten bestückten Pseudo-Montags-Demonstranten einbrachte.

Nebenbei: Warum heißen Transparente eigentlich so? Denn Transparent waren sie keineswegs, sondern versperrten allen, die hinter ihnen standen, die Sicht auf Bühne und Bildschirm. Ja, man könnte sogar so weit gehen, sich darüber zu beschweren, daß jene, die jeden Montag für mehr soziale Gerechtigkeit demonstrieren, selbst asozial agierten, indem sie anderen, Interessierten, eigennützig und unnachgiebig die Sicht verstellten.

Schröder wirkte ruhig, kumpelhaft. Doch selbst die zwanzigste Beteuerung, daß Stoibers Worte gegen Ostdeutschland keineswegs in seinem Sinne stünden, ja zu einer innerdeutschen Spaltung führen würden, ließ ihn zu keinem "von uns" werden.
Fischer war "näher". Seine Rede war drängend, kratzig, zuweilen leger.

Während Herr Schröder immer wieder seine "Freundinnen und Freunde" anredete, bevorzugte Herr Fischer seine "Damen und Herren", wobei es ihm nichts auszumachen schien, angesichts des verhältnismäßig jungen Publikums immer wieder in das persönliche "ihr" abzurutschen.

Ich überlegte eine Weile, ob ich es nun für verwerflich hielt, geduzt zu werden, oder für sympathisch. Ich entschied mich für letzteres, spätestens, als er leise raunte:
"Ich weiß, ihr nehmt den Westerwelle nicht ernst."

Und während Schröder auf das Publikum nur reagierte, indem er in Frage stellte, ob hinter den lärmenden Trillerpfeifen auch etwas zu finden sei, unterbrach sich Fischer mehrmals, um Publikumseinwürfen zu begegnen. Seine Stimme donnerte förmlich, als er auf einen von rechtem Gedankengut zeugenden Spruch zu antworten begann, schwoll an zu einem Gewitter gegen Rechts, gegen derartiges Denken, das einst Deutschland zerstörte und niemals wieder eine Chance bekommen wird, brauste auf, riß das Publikum mit sich und verebbte in begeistertem Applaus.

Als ich nach Hause radelte, stellte ich fest, daß zu erwarten ist, daß jede Geste Schröders mit Bedacht gewählt worden war, daß das SPD-Wahlkampf-Team jeden Satz, jeden Schritt durchgeplant, durchgestylt hatte.
Der Auftritt der Grünen hatte einen anderen, persönlicheren, volksnäheren Eindruck hinterlassen, so als ob vieles impulsiv, spontan gesagt und getan worden wäre, als ob hier nicht jede Silbe kunstvoll geradegerückt worden wäre.

Aber vielleicht war auch das nur Show, nur ein Kunstprodukt der Marketingexperten. Ich weiß es nicht.

Montag, 22. August 2005

hinab

Allein des Fangens wegen
um zartbehandet zu erretten
und brausend Winden zu entreißen
mich letzten Augenblicks zu bergen

Allein des Raubes wegen
aus Schößen tiefster Stürze
aus dem Bodenlosen, Rettungslosen
aus dem kaltgeküßten Nichts

Allein des Spürens wegen
des Fingerfaltens über mir
um nach sinnberaubtem Flug
mich an deinem Herz zu finden

Allein des Fangens wegen:
Laß mich fallen.

[19.08.2005]
www.bluthand.de

"Everywhere I look you're all I see"

"I still recall the taste of your tears
Echoing your voice just like the ringing in my ears
My favorite dreams of you still wash ashore
Scraping through my head 'till I don't want to sleep anymore

You make this all go away
You make this all go away
I just want something
I just want something I can never have.
"

[aus: Nine Inch Nails - "Something I Can Never Have"]

Mittwoch, 17. August 2005

Über die Häßlichkeit von Schlafanzügen

Ich bin kein Liebhaber von Schlafanzügen.
Diese Aussage gilt nicht im allgemeinen, sondern richtet sich eher speziell auf mich, auf meine eigenen Schlafanzüge. Denn diese sehen nicht unbedingt begeisternswert aus und lassen auch meinen Adoniskörper in wenig vorteilhaftem Licht dastehen.

Wenn ich es mir genauer überlege, muß ich erstaunt feststellen, daß ich nur zwei Schlafanzüge besitze, einen kurzen und einen langen. Letzteren mag ich sogar, beziehungsweise mochte ich, bevor er sich allmählich aufzulösen begann. Und der kurze ist ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, sieht - weil er früher nie benutzt wurde - zwar akzeptabel aus, wird aber von mir nicht favorisiert, weil er und ich im modischen Sinne keine Einheit bilden können.

Was soll man auch von einem Kleidungsstück erwarten, dessen flächengrößte Farbanteile aus Grau, dreckigem, unschönem Grau bestehen, welches nur durch ein dunkles Rot unzureichend ergänzt und aufgewertet wurde? Und als wäre dies nicht genug der Augenqual, beschloß der offensichtlich blinde und modegeschmacksbefreite Schlafanzugdesigner, eine zerlaufene "53" auf Ärmel und Hosenbein zu malen, die nicht nur bedeutungslos ist, sondern schlichtweg lächerlich wirkt.

Diese Lächerlichkeit überträgt sich - zumindest in meinen Gedanken - vom Schlafanzug auf meine gesamte Person, weswegen ich es vorziehe, den Schlafanzug nur nachts zu tragen und die Anzahl der Blicke anderer auf dieses keineswegs geschätzte Kleidungsstück zu minimieren.

Früher, als Kind, mußte ich immer Schlafanzüge tragen, die in den meisten Fällen zu klein oder häßlich [oder beides] gewesen waren. Omas schenkten mit Vorliebe Schlafanzüge, die schon vor Jahren zu eng gewesen waren, lernte ich. Irgendwann, als ich mich in eigener Wohnung frei entfalten konnte, übernachtete ich entweder nackt - was ich aus verschiedenen Gründen bald bleiben ließ - oder in extra dafür reservierten Shorts.
Vorzugsweise erwählte ich meine blauen Garfield-Boxershorts. Diese waren zwar an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, doch war die Lächerlichkeit bewußt gewählt, gesucht, und daher bedeutungslos.

Dann kam der Winter. Die Shorts reichten nicht länger, um das Frösteln unter meiner zuweilen nicht ausreichend wärmenden Bettdecke zu tilgen. Ich probierte es mit zusätzlichen T-Shirts, fortan als Schlaf-Shirts bezeichnet, kleidete mich also im Bett mit von mir durchaus gemochten Shirts und Shorts.

Irgendwann entdeckte ich die beiden Schlafanzüge in meinem Kleiderschrank und hielt es für eine gute Idee, sie auszuprobieren, anzuziehen. Ich mochte den langen, weiß-karierten, den ich von meinem Vater irgendwann geschenkt bekommen hatte. Er wirkte fast schon festlich, fast, als wäre ich Bestandteil einer Fernsehserie, eines Filmes, in denen nahezu sämtliche Darsteller ihre Nächte in Designer-Schlafkleidung verbringen und auch gleich nach dem Erwachen kunstvoll zurechtgemachten Prinzessinnen gleichen.
Nein, ich fühlte mich nicht wie eine Prinzessin. Aber ich fühlte mich vornehm.

Als es wieder wärmer wurde, entschloß ich mich dazu, den langen gegen den kurzen Schlafanzug einzutauschen, erwartend, das gleiche edle Gefühl geschenkt zu bekommen. Doch ich wurde enttäuscht. Innerhalb weniger Tage verwandelte ich mich vom nächtlichen Lord zu Schlumpi, der grauen Maus.

Und doch behielt ich es bei, trug den Schlafanzug, weil sich in meinem Kopf der Gedanke festgesetzt hatte, daß es richtiger ist, einen Schlafanzug im Bett zu tragen als eine eigenes ausgewählte Short-Shirt-Kombination.

Vorhin klingelte es. Die Postfrau riß mich aus dem Schlaf. Ich verübelte es ihr nicht, erwartete ich doch sehnsüchtig die Ankunft dreier Bücher. Vergnügt sprang ich aus dem Bett, setzte die Brille auf, rannte zur Tür, betätigte den Türöffner und sagte:
"Einen Moment noch. Ich bin sofort unten."

Das widersprach sich zwar, doch gab mir die Gelegenheit, meinen häßlichen, lächerlichen Schlafanzug gegen annehmbare Normalkleidung auszutauschen, mich selbst in ästhetischere Wohlfühlklamotten zu transferieren. Auf keinen Fall wollte ich durch das Treppenhaus stürmen und der Postfrau in meinem schäbigen Schlafgewand begegnen oder noch schlimmer: einem meiner Nachbarn.

Und eine Frage stellte sich mir, die ich nicht verdrängen konnte: Selbst wenn man von der Häßlichkeit meines eigenen absah - Warum sind Schlafanzüge im allgemeinen nicht die geeigneten Kleidungsstücke, in denen man - natürlich innerhalb der eigenen vier Wände - Fremden oder Freunden begegnet? Warum strahlen diese Zweiteiler, die tatsächlich ja aus Hose und Shirt bestehen, also kaum andere Komponenten verwenden, als es normalerweise zu tragen üblich ist, etwas derart Privates, Intimes aus, das auf keinen Fall anderen unter die Nase gerieben werden sollte?

Liegt es nur an der fehlenden Unterwäsche? Liegt es daran, daß man in dieser Kleidung geschlafen hat und womöglich des Nachts noch mit anderen, anzüglicheren Dingen beschäftigt gewesen sein könnte? Liegt es gar daran, daß es sich nicht gehört, erst halb zehn aufzustehen und den Tag zu beginnen?

Ich weiß es nicht und verschwinde grübelnd unter der Dusche. Ohne Schlafanzug.

Dienstag, 16. August 2005

Tageswort Nr. 25: Unisex-Pissoir

Da Unisex-Toiletten spätestens seit dem Erfolg der skurrilen, US-amerikanischen Rechtsanwaltserie "Ally McBeal" einen allgemeinen Aufwind [Ich erspare mir das schlechte Wortspiel.] erfahren haben, liegt es auf der Hand, daß fortan vermehrt die Trennung von maskulinem und femininem Toilettenbereich vernachlässigt und somit nicht zuletzt dem ungleichmäßigen Anstellverhalten der Geschlechter [Männertoiletten: leer; Frauentoiletten: mit nahezu unendlicher Warteschlange bestückt] entgegengewirkt wird.

Die Vorstellung eines aus der Mutation von Herrenklo zu Unisex-Toilette hervorgegangenen Unisex-Pissoirs amüsierte mich allerdings derart, daß ich dieses neugeschöpfte Wort zu dem des heutigen Tages auserwählte.

Manja

Es ist lange her, seit ich das letzte Mal an sie dachte.

Gern würde ich darüber berichten, wie ich sie kennenlernte. Doch ich lernte sie nie kennen. Und sie mich erst recht nicht.

Wenn ich sie sah, blieb ich stehen, schaute ihr nach, träumte sie heimlich in meine Nähe. Wenn sie an mir vorüberging, lächelte ich, doch nicht zu ihr, nur in mich hinein, tauchte für einen Augenblick in ihren Duft.

Sie war bezaubernd, wunderschön. Das wußte nicht nur ich. Sie bildete den steten Mittelpunkt, die Attraktion jedes Raumes. Ihr Haar leuchtete wie Sonnenschein, und wenn sie lachte, hielt ein jeder den Atem an, um daran Anteil nehmen zu können.

Ihre Ferne, mein Schweigen, zerriß mir bei jeder Begegnung die Brust. Sie sah mich nicht, sah mich nicht an, obgleich ich ihre Augen suchte, obgleich ich in solchen Momenten nur für sie zu existieren glaubte.

Ich kannte keinen Namen, den ich nachts sehnsüchtig mit den Fingern auf mein Kopfkissen schreiben, den ich in trüben Momenten leuchtend vor mich halten konnte, nur ihr Bild, ihre Augen, ihr Lächeln, ihr Haar.

In meinem Kopf entdeckte ich Möglichkeiten, Welten, in denen ich ihr begegnete, Grund hatte, sie anzusprechen, ihren Blick auf mich zu ziehen, mit freudigem Funkeln zu füllen, erfand Begebenheiten, die ihr mich zeigten, die sie begreifen machten, was ich war, wer ich war, was ich fühlte.

Eines Tages rief jemand ihren Namen.
Manja.

Wie Morgentau perlte er durch meine Sinne, erfrischte, liebkoste mich. Ich lächelte, als wäre ein Traum wahr geworden, als wäre sie erwacht und hätte mich gefunden, meiner Stille entrissen.
Ich hörte ihren Namen und verbarg ihn tief in meinem Inneren.

Näher kam ich ihr nie.

Ein Gedanke zu "Sin City"

Überall hagelt es positive und minder positive Worte zu Robert Rodriguez' Filmkunstwerk "Sin City", das zu sehen auch ich - trotz kinematisch-filmverleiherischer Unstimmigkeiten und daraus resultierenden Filmanlaufsverzögerungen - am Samstag das Vergnügen hatte.
Und so will ich es jedem Lesenden ersparen, eine eigene, den unzähligen anderen gleichende Zusammenfassung und Wertung zu liefern, sondern beschränke mich auf einen einzelnen Gedanken, der so kurz ist, daß er die einleitende Vorrede bei weitem unterschreitet, der aber für mich so bedeutsam war, daß er nach dem Beschauen des Schwarz-Weiß-[Und-ein-bißchen-Bunt]-Streifens nahezu als erstes auf meiner Zunge lag und somit alsbald an Gs lauschende Ohren drang und seine Zustimmung erlangte:

Ersraunlich war, daß trotz aller Gewalt und Brutalität, trotz aller Antiheldenhaftigkeit und Überstärke, trotz aller Düsternis und Kaltherzigkeit, daß trotz allem in jedem der drei Handlungsstränge Liebe eine, vielleicht die, zentrale Rolle spielte.

Montag, 15. August 2005

Schlechte Wortwitze

Die Fernbedienung heißt Fernbedienung, weil sie stets fern ist...

Widerspruch

Typen, die noch nicht einmal richtig sprechen können, halten sich selbst für Ikonen des Sprechgesangs.

[23mb|via stackenblochen]

Sonntag, 14. August 2005

Gesprächsfetzen 8 - Falscher Stolz

Er und Sie. Zur Toilette gehend.
Er, mit prahlerischer Miene: "Ich habe heute schon drei Bier getrunken."
Sie, ein Lächeln imitierend: "... Das ist ganz schön viel."
Er: "Ja." Grinst stolz.

Freitag, 12. August 2005

www.myblog.de/tour2005

Nicht nur, um Werbung in eigener Sache zu machen [obgleich es sich nur zu geringsten Teilen tatsächlich um eine eigene Sache handelt], sondern auch, um das Vorhaben an sich zu würdigen, verweise ich an dieser Stelle auf

www.myblog.de/tour2005.

Mein lieber Mitbewohner und seine Freundin brachen soeben von Magdeburg auf zu einer Radreise nach Nitra in der Slowakei, die mit Teilnahme an der Hochzeit eines ehemaligen Mitbewohners am 27. August enden soll.

Geschätzte 1350 Kilometer durch 3 Länder - mit dem Fahrrad.

Der eigens für diese Reise ins Leben gerufenen Tourblog wird die Welt über dieses wahrlich erwähnenswerte Abenteuer auf dem Laufenden halten.

Gute Reise!

Das Wort des Tages 24: Morgenstern

Morgenstern ist ein wunderschönes Wort,
beinhaltet es doch gleichzeitig das Morgen und das Gestern.

Cola und zwei Brötchen

In den Jahren meiner Grundschule gehörte ich zu den sogenannten Hortkindern, blieb also, nachdem Schulstunden und Mittagessen vorbei waren unter Aufsicht irgendwelcher Erzieher auf dem Schulgelände, um dort herumzutoben und mit meinen Freunden allerhand Unsinn anzustellen.
Ich erinnere mich an eine Begebenheit aus der zweiten Klasse, die mich noch heute angenehm berührt:

Es begann im Sandkasten, dort, wo die beiden Klettergerüste standen, auf denen wir herumzutollen pflegten.
"Wer traut sich, von ganz oben herunterzuspringen?"
"Ich!", rief ich, kletterte hinauf und sprang ohne Zögern von der höchsten Stelle des Klettergerüsts in den weichen Sand.

Eines Tages spielte ich in selbigem Sand, wühlte, grub, baggerte, schaufelte, baute Burgen, formte Straßen, war in meine kleine Sandwelt vertieft. Doch dann sah ich das Glitzern. Sekundebruchteile später hatte ich es vom Sand befreit, ausgegraben, hielt stolz eine silbern glänzende Münze in der Hand: Eine Mark!
So viel Geld! Was man damit alles machen konnte. Beglückt schloß ich die Augen und träumte vor mich hin.

16 Uhr durfte ich vom Hort nach Hause gehen; schließlich war ich ein Schlüsselkind und durfte schon - trotz Abwesenheit meiner Eltern - die heimische Wohnung mit eigenem Schlüssel aufschließen und betreten.
"Verlier deinen Schlüssel nicht!", hatte mein Vati mich oft ermahnt - doch es hatte nichts genützt, war ich doch ein geborener Schlüsselverlierer.

Diesmal jedoch hatte ich keinen Schlüssel verloren, nein, ich hatte sogar etwas gefunden. Stolz und voller Vorfreude eilte ich nach Hause, warf meinen Schulranzen in die Ecke, kramte die Mark aus der Hosentasche hervor und flitzte die Treppen hinunter in die Kaufhalle, die sich direkt vor unserem Eingang befand.

Mit großen Augen sah ich mich um. Die Auswahl war enorm, riesig. Es würde schwer werden, mich zu entscheiden. Minutenlang stöberte ich durch die Regale, hielt ständig inne, weil ich neue Produkte entdeckte, die mich faszinierten. Beim Gebäck blieb ich stehen. Ein Brötchen vielleicht? Oder Süßigkeiten? Schokolade wäre eine gute Idee.
Doch das war nicht, was ich wollte. Der Sinn stand mir nach anderem.

Mittlerweile war ich zu den Getränken gelangt. Begeistert musterte ich die verschiedenen Sorten Brause. Und dann entdeckte ich die Cola. Das war es! Die sollte es sein!

Ich kann mich heute nicht mehr an die Sorte erinnern, ob es tatsächlich eine Flasche Vita Cola war, die ich ergriff und zur Kasse beförderte. Doch ich weiß, daß Cola für mich etwas Besonderes darstellte, etwas Ungewöhnliches, das ich normalerweise nicht zu trinken pflegte, das meine Eltern nicht kauften. Gut, ich vermißte es nicht, Cola zu trinken, gab es doch genügend schmackhafte Alternativen.

Doch heute war ein besonderer Tag. Heute würde ich Cola trinken. Eine ganze Flasche. Allein.

95 Pfennige sollte das Wundergetränk kosten, verschlang also einen Großteil meiner Finanzen. Das konnte ich akzeptieren.
Mit strahlendem Gesicht und 0,7 Litern Cola im Arm stolzierte ich aus der Kaufhalle hinaus, plazierte mich auf den Stufen meines Hauseingangs. Behutsam öffnete ich den Schraubverschluß. Wie wundervoll es zischte.

Das schwarze Getränk im Inneren des Glasgefäßes schäumte kurz auf. Dann setzte ich die Flasche an die Lippen. Ich hatte Durst; die ersten Schlucke waren wunderbar, köstlich, erfrischend.
"Ahhhh...", gab ich von mir und spürte die Kohlensäure in meiner Kehle prickeln.

Ich setzte ab, schaute mich um.
"Seht mich an.", wollte ich rufen, "Ich trinke aus meiner eigenen Cola-Flasche."
Die Leute gingen uninteressiert vorbei, während ich Schluck für Schluck des süßen Sprudelwassers in mich hineinschüttete.

Allmählich verlor ich den Geschmack. Das Getränk war warm, und siebenhundert Milliliter waren eindeutig zuviel für mich.
Doch ich blieb tapfer, gab nicht auf, bis ich die Flasche vollständig geleert, mir jeden einzelnen Tropfen Cola einverleibt hatte.
Zufrieden stand ich auf, die leere Colaflasche in der leeren Hand haltend. Fünf Pfennig hatte ich noch. Und in meiner Hand befand ich Pfand im Wert von dreißig Pfennigen.

Ein zweites Mal lief ich in die Kaufhalle, brachte die Flasche zurück. 'Was kann man mit 35 Pfennigen kaufen?', fragte ich mich. Diesmal überlegte ich nicht lang, ging ohne zu Zögern zu den Brötchen.
"35 durch fünf ist sieben.', stellte ich fest und nahm die übergroße Brötchenzange in die Hand. Es war schwer, damit zu hantieren, doch nach kurzer Zeit hatte ich sieben Brötchen in eine Tüte verfrachtet. Ich ging zur Kasse, bezahlte, ließ mich wieder auf den Stufen meines Hauseingangs nieder.

Das Geld war alle, doch nun hatte ich sieben Brötchen.
'Damit läßt sich einiges anfangen.', grinste ich in mich hinein, schnappte mir das erste Brötchen und biß beherzt hinein. Nach der Cola war das Brötchen eine willkommene Abwechslung.

Doch die Begeisterung hielt nicht lange. Beim zweiten Brötchen merkte ich schon, daß ich keinen Appetit mehr verspürte. Schließlich waren die Gebäckstückchen ohne Belag viel zu trocken. Und der letzte Schluck Cola verweilte längst in meinem Bauch.
Ich zuckte mit den Schultern und quälte mir tapfer die letzten Reste des zweiten Brötchens hinein. Fünf waren noch übrig. Fünf Brötchen, die mir nicht mehr nützten.

Was sollte ich tun? Sollte ich sie wegwerfen? Dagegen verwehrte ich mich, hatte man mir doch längst von hungernden Kindern in anderen Teilen der Welt berichtet.
Sollte ich sie verschenken? An wen? An Vorbeigehende? Würden diese mich nicht mit fragenden Blicken bedecken und abwehrend davoneilen?
Sollte ich die Brötchen einfach nach Hause mitnehmen, sie meiner Mami übereignen? Doch dann müßte ich erklären, woher ich das Geld hatte, müßte gestehen, heimlich eine ganze Flasche Cola getrunken zu haben.
Das wollte ich nicht, wußte ich doch nicht, ob dieses Geständnis nicht womöglich einigen Ärger in sich barg. Noch immer auf den Stufen sitzend grübelte ich vor mich hin.

Ein Nachbarsjunge kam vorbei, sprach mich an. Ohne Zögern schenkte ich ihm ein Brötchen. Er freute sich - und auch ich freute mich, hatte ich doch eine Lösung für mein Problem gefunden.

Ich ging hinauf und deponierte die restlichen vier Brötchen auf dem Küchentisch. Als meine Mami heimkehrte, wunderte sie sich, kam in mein Zimmer und fragte mich:
"Woher sind denn die Brötchen in der Küche?"

Sogleich begann ich, meine Geschichte zu erzählen: Ich hatte Sandkasten ein Geldstück gefunden und war mit diesem einkaufen gegangen. Da ich nicht wußte, was ich kaufen sollte, hatte ich kurzerhand vier Brötchen gekauft.
Meine Mami lächelte und war zufrieden. Auch ich lächelte, hatte ich doch nahezu die Wahrheit erzählt.

Daß ich kein 20-Pfennig-Stück, sondern eine Mark gefunden und mir den Bauch mit Cola und zwei Brötchen vollgestopft hatte, brauchte ja nicht unbedingt erwähnt zu werden.

Donnerstag, 11. August 2005

Die weibliche Seite an mir

Sicherlich gehört es zu den typischen Klischees, die man einer Frau anlastet, daß sie in Zeiten des Frust, fehlender Wärme und unverrückbarer Selbstunzufriedenheit ihr Glück auf anderem Wege zu beschaffen versucht, eine Art Ausgleichsglück zu erwirken wünscht.
Dafür gibt es - dem Klischee folgend - [mindestens] zwei Varianten:

1. Einkaufen
Das Stadtzentrum wird zur Zone potentiell erwerbarer Objekte, der eigene Körper zur Ankleidepuppe. Schuhe, Kleider, Make-Up. Was gefällt oder preiswert ist, wird in die Umkleidekabine genommen und anprobiert oder gleich vor Ort einer genaueren Betrachtung unterzogen.
Und stellt man vor heimischem Spiegel - oder auch schon vor dem im Geschäft - fest, wie gut man doch mit dem neuerworbenen Equipment aussieht, vermag der neugefundene Seelenfrieden einen Teil des alten Ärgers zu bedecken.
[Die Möglichkeit, sich selbst als zu unförmig, zu fett, zu betrachten oder sich auf andere Art und Weise in keinem der gewählten Kleider oder Accessoires wohlzufühlen, ignoriere ich trotz ihrer nicht geringwahrscheinlichen Existenz.]

2. Essen
Amerikanische Fernsehserien machen es zur Genüge vor: Gefrustete Frauen stopfen tonnenweise Eis und Schokolade in sich hinein, kennen sich selbst, ihrer eigenen Figur, gegenüber kein Erbarmen.
Und tatsächlich: Gegen Wut, Angst, Unzufriedenheit und allerlei andere Seelennöte hilft Süßes, hilft Schokolade, hilft Essen, vielleicht nicht übermäßig viel, doch zumindest genug, um einem wohligen Genuß zu frönen, der einen weiteren Teil des alten Ärgeres verbirgt.

Eine Kombination von Einkaufsorgie mit einem Besuch beim Lieblingseisitaliener könnte demnach Wunder bewirken - glaubt man den gängigen Klischees [die möglicherweise einen wahren Kern in sich verbergen].

Ich bin keine Frau, fühle mich auch nicht sonderlich weiblich.
Und doch kam ich gerade beglückt aus der Innenstadt zurück, in die ich ursprünglich zu Mensabesuchszwecken geflüchtet war.

Schließlich hatte man mir nach einem - aus meiner Sicht äußerst angenehmen - Praktikumsvorstellungsgespräch eine Absage erteilt. Hätte mich irgendwer beobachtet, so hätte er/sie äußerlich keine emotionale Regung an mir wahrnehmen können. Doch irgendwo in der Tiefe meines Schädel lauerte die unterdrückte Frage nach dem Warum, begehrte zu erfahren, was besser hätte laufen sollen, was an mir, an meinem Auftreten, unzureichend gewesen sein könnte.

Offensichtlich bohrte die Frage doch drängender in mir, als es mir bewußt, als es von mir gewünscht war, kam ich doch soeben nach Hause und bekam Gelegenheit, mich selbst und meien Mitbringsel zu betrachten:

Anstelle von Kleidern, Schuhen oder Kosmetikprodukten hatte ich mir nicht nur eine neue CD, sondern auch ein Taschenbuch gegönnt - für mich ausreichende Ersatzprodukte, die tatsächlich mich friedvoll zu stimmen, ja sogar freudig zu begeistern vermögen.

Doch auch das Essen war nicht zu kurz gekommen, verspeiste ich doch soeben die letzten Reste des ersten von zwei leckeren Kuchenstückchen, die ich mir geleistet hatte in dem Wissen, daß sie nicht nur wohlschmeckend, sodnern auch besänftigend sein würden.

Als logische Konsequenz bleibt die Frage, ob ich vielleicht doch weiblicher bin als ich dachte.
Für wahrscheinlicher erachte ich es allerdings, daß auch männliche Wesen in bestimmten Dingen Entzückung finden können und diese zum vorübergehenden Bedecken des eigenen Ärgers zu nutzen vermögen.

Allerdings wage ich zu bezweifeln, daß der Durchschnitts-[Klischee-]-Mann die gleiche Freude über Bücher und CDs zu empfinden vermag, wie ich es tue, weswegen also für jenen diese beiden Optionen zur Rückeroberung des Seelenfriedens verhältnismäßig ungeeignet sind.

Was aber wäre geeignet? Ein neues Handy? Ein Hantelbank? Oder aber, um ein weiteres Klischee zu bedienen: Sportfernsehen und Bier?

Ich weiß es nicht.

Kommentare

Auch wenn es inhaltlich kaum zum Rest paßt, sei doch hiermit etwas erwähnt, das allen Kommentierwilligen eine Freude bereiten könnte:

Soeben [und ich bemerke, daß ich reichlich spät reagiere] stellte ich fest, daß es fortan möglich ist, bei twoday-Weblogs anonym zu kommentieren, so der Weblog-Besitzer diese Möglichkeit anbiete.

Schon höre ich ein vielstimmiges "Hähhh???" aus dem lesenden Publikum und erkläre mich näher:

Wer hier, bei mir, kommentieren will, kann das ab sofort tun, ohne sich vorher irgendwo anmelden zu müssen.

Das hat natürlich Riesenvorteile, weil es das Kommentieren unendlich erleichtert.
Andererseits, damit nicht jeder Depp kiloweise Spam in twoday-Blogs einschleust, muß man als Nicht-Angemeldeter eine verzerrte Buchstabenreihe abtippen - was mich persönlich auf Dauer nerven würde.

[Es sei daher noch schnell auf Sorua verwiesen, wo man sich mit nur einer Registrierung gleich bei mehreren Weblog-Anbietern einloggen kann.]

Drum gilt an alle diejenigen, die hier ihre sinnvollen und - in gewissem Rahmen - sinnbefreiten Kommentare hinterlassen wollen, die Einladung, das jederzeit zu tun.

Mittwoch, 10. August 2005

Verwechslungsgefahr

Wie oft soll ich es mir selbst gegenüber noch wiederholen, damit ich es begreife:
Live 8 ist nicht das gleiche wie 9 Live.

Montag, 8. August 2005

Bleib noch ein wenig

Allmählich äußert sich das Drängen, auf das ich längst wartete, dsa schlechte Gewissen, das Wissen um mein Nichtwissen. Ich lächle in mich hinein, träume seltsame Träume und genieße den Moment, lenke mich ab.

Für einen Augenblick erkenne ich mich selbst, ziehe mich in mich zurück, räume auf, kremple um, was längst in mir verstaubte. Bleib noch ein wenig, Lächeln, verharre, stiller Moment.

Plastikbeutel voller Müll zeugen von dem Wunsch nach einer Ordnung, die ich niemals finden werde, nicht finden will, und ich grinse noch immer und weiß, daß ich beginnen werde, um wieder aufzuhören, daß ich nach wenigen Minuten aufgebe, um an anderes zu denken, an dich vielleicht, um Buch und Hefter beiseite zu schieben, natürlich nicht ohne das gute Gefühl, es wenigstens versucht zu haben.

Was ist wichtig?, frage ich mich und beobachte meine Mundwinkel im Spiegel.
Was wollen die dort oben?, frage ich mich.

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