Nelken welken.
morast - 27. Jan, 16:30 - Rubrik:
Weise Worte
Da ich in den letzten Tagen immer ein dickes Vorwort, präsentierte, halte ich mich heute mal zurück. Erwähnt sei allerdings, daß der "Fledermaus Fürst Frederick fon Flatter"-Comic mit dem heutigen so etwas wie eine runde Zahl erreicht hat.
130.
Fetzt.
Und so.
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[Im Hintergrund: Oomph - "Der Neue Gott" --- das mußte sein...]
morast - 27. Jan, 14:56 - Rubrik:
Frederick
Nachdem ich es gestern anküdigte, sind heute alle unbeabsichtigten Fehlerchen in der Frederick-Schriftart beseitigt. Soltle dem nicht so sein, bitte ich um Wortmeldungen.
Ich habe mir erdreistet, der rechten Spalte eine zusätzliche Rubrik hinzuzufügen, die den wudnerschönenen Namen
"Kostenlos..." trägt und fortan Herunterladbares beinhalten wird - natürlich Frederick betreffend.
Im Augenblick findet man dort die beiden Versionen des Hintergrundbildes und die erwähnte Schriftart. DIe Vermutung liegt nahe, daß sich das Angebot in Zukunft noch vergrößern wird.
Und so.
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[Im Hintergrund: Dorn - "Schatten Der Vergangenheit"]
morast - 26. Jan, 17:35 - Rubrik:
Frederick
Das tägliche Comic-Zeichnen färbt ab.
Als ich mir soeben etwas notierte, fiel mir erst nach der Niederschrift auf, alles in Großbuchstaben geschrieben zu haben. Besser lesbar wurde es dadurch aber auch nicht.
morast - 26. Jan, 13:41 - Rubrik:
Krimskrams
Wenn ich mich mit Belletristik befasse, in mich interessierenden Büchern lese, ertappe ich mich nicht selten dabei, wie ich meine Fühler ausstrecke und mich vorantaste zu Punkten, an die mein Auge noch längst nicht vorgedrungen ist. Mir reicht es nicht, Worte zu lesen und während oder nach der Lektüre über deren Inhalt nachzudenken, ihn auf mich wirken zu lassen. Nein, ich möchte mehr lesen, mehr wissen, mehr ahnen. Mein Geist eilt den Geschichten voraus.
Zögerlich, aber voller Neugierde strecke ich meine Fühler in verschiedene Richtungen des Handlungsflusses, wäge Möglichkeiten ab. Nicht selten bin ich unangenehm berührt, hoffe gar, daß daß die Geschichte nicht den Weg gehen wird, den ich soeben ersann. Denn zuweilen ist dieser absehbar, führt in unauflösbare Verstrickungen, die nur Unheil erwirken und durch Bosheit, Tod oder weitere Falschheit gelöst werden können. Dann wirft das Kommende einen Schatten auf das Jetzige, und ich muß mich zwingen weiterzulesen, nicht ertragen wollend, daß ein noch größeres Übel meiner harrt.
Mir gefallen Geschichten, in denen unangenehme Verstrickungen sich schnell auflösen oder zumindest schnell entdeckt werden. Damit rechne ich nicht.
Noch mehr gefallen mir Geschichten, in denen alles Vorausdenken nichts nützt, weil sie völlig andere Handlungsrichtungen beschreiten. Und trotzdem taste ich. Manchmal ziehe ich meine Fühler schnell wieder zurück, manchmal werde ich neugierig und lasse die Augen einen kurzen Blick in die Zukunft, auf die nächste oder übernächste Seite, werfen. Ich liebe es, dann nicht zu verstehen.
Verstehe ich nämlich, deckt sich das Erwartete mit dem Gelesenen, so überspringe ich in Eile Seiten, stürme voran, als ginge es darum, die erwartbaren Sequenzen so schnell wie möglich hinter mich zu bringen und mich weniger Voraussehbarem zu widmen. Kann ich jedoch nicht verstehen, was mein flüchtiger, zukunftsgerichteter Blick verrät, so bin ich gezwungen, Wort für Wort, Zeile für Zeile, zu lesen und mich in der glücklicherweise nicht absehbaren Handlung langsam, aber genüßlich voranzutasten...
[Im Hintergrund: Sirenia - "An Elixir For Existence"]
morast - 26. Jan, 10:14 - Rubrik:
Wortwelten
"Um mich zu trösten, sage ich mir, daß man niemals ein Wesen, das man liebt, richtig verstehen kann. Nicht, daß es undurchschaubarer wäre als andere. Aber man stellt sich über ein solches Wesen mehr Fragen."
Robert Merle "Madrapour"
morast - 25. Jan, 19:15 - Rubrik:
Farbenfroh
"Gewiß, ich bin nicht sicher, ob die Stewardess mich liebt, - aber möglicherweise ist dieser Zweifel gerade die Grundsubstanz der Liebe."
Robert Merle "Madrapour"
morast - 25. Jan, 17:20 - Rubrik:
Farbenfroh
Ich bin mir dessen bewußt, daß eine erhöhte Anzahl untereinander konkurrierender Unternehmen sich für potentielle Kunden positiv hinsichtlich der Preise zu bezahlender Leistung auswirken kann. Allerdings kann ich nicht umhin einzugestehen, daß die Verteilung des Paketpostverkehrs auf mehrere verschiedene Unternehmen nicht nur Vorteile mit sich bringt.
In den letzten fünfzehn Minuten klingelte es bereits drei Mal, und jedesmal stürmte ich zur Tür und die Treppenstufen hinab [Bis zum Erdgeschoß sind es immerhin 103.], um ein Paket in Empfang zu nehmen, und anschließend wieder nach oben zu eilen.
Wie soll ich jemals effektiv arbeiten, wenn ich ständig derart unterbrochen werde?
[Daß 2/3 aller Pakete gar nicht an mich, sondern an irgendwelche, mir unbekannten Hausbewohner adressiert sind, erwähne ich besser üebrhaupt nicht...]
[Im Hintergrund: Tristania - "World of Glass"]
morast - 25. Jan, 13:55 - Rubrik:
Wortwelten
Es stellte sich heraus, daß die Frederick-Schriftart, die ich unlängst produzierte, noch haufenweise Fehlerchen beinhaltet, die ich aufgrund mangelnder Benutzung nicht bemerkte. Ich verspreche, das auszubessern. Aber nicht jetzt, hier und heute. Demnächst.
Ansonsten sei erwähnt, daß ich für einen kürzlich ausgeführten Comic-Auftrag entlohnt wurde - eine Premiere für mich und meine klitzekleine Ein-Mann-Firma. Auch steht seit heute morgen fest, daß ich auch in Zukunft desöfteren gegen Bezahlung Comics fabrizieren darf.
Vielleicht werde ich nun endlich berühmt.
Mit Frederick hat das übrigens nichts zu tun - wenn man davon absieht, daß ich der Zeichnende bin und dementsprechend den Comics meinen Stil aufpräge und daß ich die Kenntnisse, die ich beim Schaffen des einen Comics erwerbe, sicherlich auch auf den anderen anwenden werde.
Aber Fred selbst bleibt kostenlos und täglich neu.
Und so.
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[Im Hintergrund: Tristania - "Widows Weed"]
morast - 25. Jan, 12:43 - Rubrik:
Frederick
Als das Ereignis endlich eintrat, war die Freude darüber längst aufgebraucht...
morast - 25. Jan, 11:46 - Rubrik:
Krimskrams
Noch immer bin ich auf der Suche nach Optimierungsvarianten. Beispielsweise wollte ich heute die Graustufen-Graphiken der Comics in Schwarz-Weiß-Bilder verwandeln. Das hätte den Vorteil gebracht, beim Befüllen des Schwarz-Hintergrunds jegliche Graupixel [vor allem am Rand der einzelnen Linien] vernachlässigen zu können und somit nicht extra nachmalen zu müssen.
Nachteilig wäre gewesen, daß das jpg-Format Schwraz-Weiß nicht unterstützt, und ich somit hätte auf png umstellen müssen [was aber euigentlich kein problem darstellen dürfte]. Problematisch war dann aber, daß ich bei der Verkleinerung des Eingescannten im Schwarz-Weiß-Farbmodus nur hälichen Pixelmüll produzierte, den ich nur durch Rückkehr in den Graustufen-Modus verhinderte.
Das bedeutet also, daß ich derzeit folgende Arbeitsschritte ausführe: Zeichnen, Einscannen [Graustufen], Bildoptimierung [Fehlerbeseitigung, Kontrasterhöhung, Gamma-Werte senken...], Umwandlung in Schwarz-Weiß-Modus, Befüllen des Hintergrunds, Restfehlerbeseitigung, Speichern [als cpt], Umwandlung In Graustufen-Modus, Verkleinerung, Speichern [als jpg], nochmalige Verkleinerung, nochmal Speichern, Hochladen, veröffentlichen.
Und so.
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morast - 24. Jan, 11:52 - Rubrik:
Frederick
Das Frederick-Hintergrundbild [
1024x768 bzw.
1280x1024] kommt gut an.
Nadine brachte mich darauf, den Hintergrund nicht schwarz, sondern transparent zu machen, auf daß jeder seine eigene Hintergrundfarbe wählen könne. Obgleich das meinem Schwarz-Weiß-
DenkenZeichenstil widerspricht, habe ich vor, die Idee demnächst umzusetzen. Auch vermute ich, daß irgendwann in Zukunft auch andere Hintergrundbilder folgen werden.
Der heutige Comic ist der erste, den ich nicht komplett selbst zeichnete. Denn die Hintergründe stammen heute vom Computer. Ich habe mich tatssächlich noch einmal daran versucht und war angenehm überrascht. Diese Variante spart tatsächlich enorm viel Zeit und Geld. Mal sehen, ob ich das fortführe. Schließlich mag ich es trotz allem immer noch, fertige Comics in der Hand halten zu können...
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[Im Hintergrund: H-Blockx]
morast - 23. Jan, 19:43 - Rubrik:
Frederick
Typisch für mich ist, sieben Bücher aus der Bibliothek auszuleihen und diese ordnungsgemäß in meinem Rucksack zu verstauen, aber meine eigene Mappe, beinhaltend Skizzen, Notizen und allerhand Uni-Kram, irgendwo liegenzulassen.
Tpyisch ist auch, daß ich mir auf dem Nachhauseweg mehrmals sagte, an einer bestimmten Haltestelle aussteigen zu müssen, nach der die Straßenbahn, in der ich saß, von meiner Heimreisewegroute abweicht - und trotzdem erst nach der Abweichung zu merken, daß ich schon wieder vergaß auszusteigen.
Nicht minder typisch ist es, bei google "universitätsbibliothek magdeburg" einzutippen und dabei "universitätsblibliothek" auf Anhieb richtig zu schreiben, mich aber - wie immer - bei "magdeburg" zu vertun. Würde ich hier nicht wohnen, läge die Behauptung meinerseits nahe, der Statdname "Magdeburg" sei ein unguter.
morast - 23. Jan, 18:04 - Rubrik:
Krimskrams
Nachdem ich unlängst feststellte, im weltweiten Netz kein geeignetes Hintergrundbild für meinen Desktop zu finden, habe ich mir eines selbst gebastelt. Es ist absichtlich karg, aber immerhin für alle Fred-Freunde runterladbar [zumindest, solange sich der Traffic in akzeptablen Grenzen bewegt].
Das
Frederick-Hintergrundbild für den eigenen Desktop gibt es hier. Kostenlos und so.
1024x768
1280x1024
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[Im Hintergrund: Muse - "Absolution"]
morast - 22. Jan, 19:45 - Rubrik:
Frederick
Ich besitze einen neuen Bildschirm und selbiger trotz niedrigster Einstellungen eine größere Helligkeit als sein Vorgänger. Das hat zur Folge, daß ich nun entdecken kann, was mir verborgen blieb: Viele der älteren Comics sind gar nicht hintergründig schwarz, sondern mit verschiedenen Grauschattierungen ausgestattet - entsprechend dem Zustand meiner Fasermaler.
Das ist ungut, aber kein Grund zur Verzweiflung. Ich werde nicht damit beginnen, nachträglich alles schöner und besser zu machen [und wie geplant endlich mal den Weblog-Link in die Bilddateien einfügen]. Ich warte einfach, bis ich reich genug bin, um mir Leute leisten zu können, die derart stupid-öde Arbeiten für mich ausführen.
Kann aber noch ein Weilchen dauern.
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[Im Hintergrund: VAST - "nude"]
morast - 21. Jan, 17:34 - Rubrik:
Frederick
Ihrer Frage bedarf es nicht. Sie weiß, was ich antworten würde. Ich weiß es ebenso, obgleich ihre Frage unausgesprochen zwischen uns verharrt. Ich weiß, daß ich ausweichen, etwas Beruhigendes, Besänftigendes formulieren würde, um ihr das schlechte Gewissen zu ersparen. Sie weiß, was ich antworten würde, weiß um den Wunsch in meinen Worten, ihr keine Schuld, keine Last aufzubürden, weiß, was hinter dem Ungesagten steht. Sie weiß um mein Empfinden, kennt meine Gedanken zu in diesen Augenblicken, ahnt vielleicht, daß ich auch die ihren kenne.
Die Stille zwischen uns entbehrt jeder Frage. Und doch fehlt keine Antwort.
[Im Hintergrund: Sirenia - "At Sixes And Sevens"]
morast - 21. Jan, 11:52 - Rubrik:
Geistgedanken
Ja, ich weiß, es ist schon ziemlich spät. Vermutlich wird man mir auch nicht abnehmen, daß das Spinnennetzgefriemel mich eine geraume Weile beschäftigte und ein Grund für die Verzögerung war. War sie aber.
Und so.
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[Im Hintergrund: Gravenhurst - "Fires In Distant Buildings"]
morast - 20. Jan, 23:12 - Rubrik:
Frederick
Nach
Bildblog und
Netzweltspiegel erschien vor wenigen Tagen ein neuer WatchBlog in den Tiefen des weltweiten Netzes.
Doch sollen diesmal nicht größe deutsche Tageszeitungen oder technische Rubiken bedeutender Onlinemagazine kritisch beäugt werden; die Fehlersuche ist regional begrenzt.
Denn auch die
Volksstimme, die Tagezeitung für Magdeburg und umliegende Kreise, beinhaltet Fehler und Unstimmigkeiten, deren Richtigstellung vonnnöten ist. Clemi, ein Freund meiner, hat sich, inspiriert vom bedeutensten aller deutschen Watchblogs, zur Aufgabe gemacht, volksstimmigen Unrichtigkeiten Aufmerksamkeit zu schenken und diese in seinem Weblog zu veröffentlichen.
Am 17.01. ging der
VolksstimmeBlog - "Notizen über eine kleine deutsche Regionalzeitung" offiziell online, und obgleich die Kuriosiätenausbeute im Vergleich zur Bild-Zeitung voraussichtlich verhältnismäßig gering sein wird, bekam er bereits positive Reaktionen seitens eines Bildblog-Autors.
Es sei also hiermit jedem Magdeburger, jedem Magdeburger-Umland-Bewohner, jedem An-Medienkritik-Interessierten und jedem anderen empfohlen, sich den
VolksstimmeBlog zu Gemüte zu führen.
morast - 20. Jan, 17:38 - Rubrik:
Farbenfroh
keiner welt bedarf es noch
keines augenfremden außens
mich des daseins zu entbehren
chaos stets zu finden
keines weges taumle ich
mir den sinn zu suchen
keine ziele locken süß
zu verlieren mich
hinter lidern glimmt mir leben
ungefunden hängt es tief
netzverstrickt im wirrwarrinnen
blinzelt mir im abseits krank.
keines außenweltgefüges
keiner labyrinthenpfade
keines dorts bedarf es noch
zu verlieren mich
im ich.
[Im Hintergrund: Dementi - "Die Antwort"]
morast - 20. Jan, 01:05 - Rubrik:
Seelensplitter
Wer sich jemals fragte, was das komsiche Kürzel bedeutet, mit dem ich jeden Comic ausstatte, bekommt nun Antwort.
Natürlich handelt es sich bei dem "BM" um meine Initialen.
Irgendwann, ich glaube ind er vierten oder fünften Klasse, verfiel ich diesbezüglich einem regelrechten Wahn. Überallhin wollte ich meine Initialen kleistern. Ich probierte mehrere Varianten aus, angefangen von einem "MB", bei dem M und B zusammengeklatscht wurden, bis hin zu diversen Unterstreichungsvarianten des "BM". Eine normale Untertreichung kam nicht in Frage, und nach mehreren Versuchen entschied ich mich für eine verkürzte, für einen kurzen Strich irgendwo unter dem Ende vom B und dem Anfang vom M. Das behielt ich bis heute bei.
Der Rest des Kürzels beinhaltet natürlich das Datum. Ein römischer Buchstabe für den Monate, ein Schrägstrich, ein Apostroph, das die "20" wegfallen läßt, und das aktuelle Jahr. Diese Variante der Datumsschreibe habe ich mir von meinem Vati geklaut, kann man sozusagen als Hommage an ihn verstehen. Warum ich nicht auch noch den genauen Tag notiere, weiß ich nicht. Das hat sich so ergeben, und ich bin zufrieden damit.
Am zufriedensten bin ich allerdings, wenn ich das Kürzel nicht aus dem Hintergrundschwarz aussparen muß, sondern einfach an den unteren Rand irgendeines Panel kritzeln kann. Natürlich erst zum Schluß, wenn alles beendet ist, als Krönung vielleicht.
Und so.
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[Im Hintergrund: Karkadan - "Utmost Schizophrenia"]
morast - 19. Jan, 18:48 - Rubrik:
Frederick
Liegt es eigentlich an mir oder an den Programmierern, daß ich bei
Popword ständig "
cum" und "
tit[
s]" entdecke...?
morast - 18. Jan, 23:58 - Rubrik:
Krimskrams
Ich räume auf.
Allein diesen Satz zu schreiben, kostet Mühe. Nicht nur weil im Augenblick der Niederschrift sein Inhalt sich zur Lüge wandelt, da ich mal wieder unterbrach, um mich zu erfreuen, abzulenken, mit anderem zu beschäftigen; sondern auch, weil das Wort "aufräumen" meinen Aktiv-Wortschatz zumeist umgeht.
Ich mag es nicht, aufzuräumen, bevorzuge die Schichten-Methode, nach der alles Anfallende übereinander gestapelt und zuweilen von Müll befreit wird. Suche ich etwas, kann ich anhand der so entstehenden Zeitlinie chronologisch leicht einordnen, an welcher Stelle der Stapel ich zu wühlen habe.
Das System funktioniert natürlich nicht, kann nicht funktionieren. Sobald ich einen Zettel aus der Stapelmitte hervorgekramt habe, und wieder zuoberst einordne, gerät das Gefüge durcheinander, rückt ein Stück dem Chaos entgegen, das es wohl längst heimlich propagierte.
Irgendwann kommt ein Tag, an dem ich mich in meiner sorglosen Haut nicht länger wohl fühle, an dem ich Ordnung schaffe, äußere Ordnung, die sich auch auf das innere Wirrwarr auswirken soll. Wenn nur mein Zimmer, mein Schreibtisch, mein Boden, von Überflüssigem befreit, mit Struktur und Plan versehen wurde, wenn jedes Zettelchen, jeder Gegenstand, seinen Platz fand, dann habe ich den ersten Schritt gewagt, auch in mir Ordnung zu schaffen, eine Art Neuweg zu begehen.
Selbstverständlich belüge ich mich. Die Ordnung, die zu erzielen ich wünsche, existiert nicht, ist unerreichbar. Ich besitze zu viel, das sich des Aufhebens lohnt, aber in keine Schublade, in keinen Ordner gehört, das nicht verstaut, versteckt werden darf, das ich wiederfinden muß, weil doch nicht dieses oder jenes zu tun gedachte, weil ich mich an dieses oder jenes erinnern wollte.
Selbst wenn es mir theoretisch gelänge, vielleicht in einem unendlich großen Zimmer, die erwünsche Struktur allem aufzuwirken, so scheiterte ich stets an meiner mit jeder Minuten steigenden Unlust, an meiner alsbald einsetzenden Trägheit, an meinem rasch sinkenden Willen, mich der Belastung auszusetzen, all das [Und jenes "das" umfaßt gewaltige Dimensionen!] aufzuräumen, umzusortieren.
Selbst wenn ich auch diese Hürde überwinden könnte, so bliebe mir doch meine Neugierde, gepaart mit der mir eigenen Zerstreutheit. Überall finden sich an zu beräumenden Plätzen Papierfetzen, auf denen in kaum lesbarer Handschrift Notizen und Gedanken, Ideen für Geschichten, Gedichtansätze oder gar fertige Werke zu entdecken sind, Zeichnungen, einstmals für irgendwen, irgendwas, angefertigt, doch längst vergessen oder nie fertiggestellt. Und ich liebe es, mich darin zu verlieren. Es ist, als versänke ich in mir selbst, als erinnerte ich mich plötzlich wieder vergangener Schönheiten. Nur zu gern halte ich inne, um zu betrachten, um zu entziffern, um mich zu vertiefen und alles andere für unbedeutend zu erklären.
'Das ist nicht schlecht.', denke ich zu oft und lege das Fundstück auf einen neuen, stetig wachsenden Stapel.
[Im Hintergrund: Stillste Stund - "Blendwerk Antikuns"]
morast - 18. Jan, 19:10 - Rubrik:
Wortwelten
Am heutigen Comic waren insgesamt elf Stifte und ein Radiergummi beteiligt:
- ein Bleistift 3B
- ein Fineliner 0.4 mm
- ein Fineliner 0.5 mm
- ein Fineliner 1.0 mm
- ein Filzstift 1-2 mm
- sechs Filzstifte 3-4 mm
Für Kleinstlinien hätte ich noch Fineliner der Stärken 0.1 bzw 0.05 mm zur Verfügung. Auf diese konnte ich allerdings heute verzichten. Die Zahl "6" kam natürlich zustande, weil keiner der dicken Filzstifte tatsächlich ordentlich malt. Nach ein paar Strichen geben sie kraftlos auf und müssen durch andere, nicht minder schwache abgelöst werden. Es wird wohl Zeit für einen Neukauf.
Und so.
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[Im Hintergrund: Tristania - "Beyond The Veil"]
morast - 18. Jan, 17:32 - Rubrik:
Frederick
Aus dem Haus gehen, den Schneematsch-Gehwegbelag zum Ausgleiten nutzen, das Gleichgewicht verlieren, den Körperschwerpunkt verlagern, irgendwie Halt finden, stehenbleiben, innehalten - und die Begleitung sagen hören: "Vorsicht. Es ist glatt."
Einen unbenutzten Umschlag dafür verschwenden, fehlende Bafög-Unterlagen in ihn zu füllen, extra Umwege auf sich zu nehmen, um zum Bafög-Amt-Briefkasten zu gelangen, dem Umschlang mit dem eigenen Namen versehen und einwerfen, hoffend, alsbald nachzahlungsreich zu werden, nach Hause fahren, den Briefkasten leeren, einen Brief vom Studentenwerk öffnen, beinhaltend die Beteuerung zur Dringlichkeit der Nachreichung fehlender Unterlagen, kurzes 'Hab-Ich-Doch-Gerade-Gemacht'-Aufatmen bis zur Feststellung, doch noch etwas vergessen zu haben, schimpfend die Wohnung betreten.
Sich von einer eckigen Fahrstuhlstimme auf jedem Stockwerk sagen lassen müssen, wo man sich befinde und daß die Türen sich gerade öffnen oder schließen, sich innerlich die Treppenbenutzung herbeisehend.
Zwanzigfach pro Tag Entschlüsse zu fassen, das eigene Leben, das Studdium und den ganzen Rest endlich umzukrempeln, voranzutreiben, in die Hand zu nehme, der Lethargie abzuschören und alles besser zu machen - und dann drei Stunden hintereinander ineffektiv-ntuzlos vor dem Rechner zu verbringen mit dem ewigen Ich-muß-jetzt-Gefühl im Hinterkopf, das nichts außer schlechtem Gewissen und daraus resultierendem Unwohlsein beschwert und somit jede Motivationsspur von monotonem Kopfgrau auffrißt.
morast - 18. Jan, 16:00 - Rubrik:
Wortwelten
Das einzig Unvergängliche ist die Vergänglichkeit.
morast - 18. Jan, 00:32 - Rubrik:
Weise Worte