Mittwoch, 8. März 2006

FFFfF: Frauentag

Ich befürchte Schlimmes. Irgendwann wird die Fußballweltmeisterschaft mich mit seiner Präsenz überschütten und mir keine andere Wahl lassen, als sie in Comicform zu thematisieren. Ich strebe das nicht an, doch bezweifle, ungeschoren davonkommen zu können.
Schließlich hat sogar der Frauentag, der [nicht aus Geringschätzung der Frau] für mich wenig Bedeutung hat, es geschafft, in einem Comic verarbeitet zu werden.

Nun ja.


[Bild klicken für eine geringfügige Vergrößerung.]

[Im Hintergrund: Gojira - "From Mars To Sirius" --- Laut, sehr laut!]

Dienstag, 7. März 2006

FFFfF: Menschen & Käfer

Wenn ich einen Comic zeichne, dann hat die Idee dazu verschiedenste Ursachen. Nicht selten finde ich einen Gedanken amüsant und benötige nur eine Weile herumtüfteln, bis ich Figuren, Texte und Panels so angeordnet habe, daß sie meinen Wünschen gehorchen. Oft ist es aber auch ein einzelnes Bilder [oder ein Teil davon], das mich nicht losläßt, immer wieder auftaucht, wenn ich mir eine neue Handlung zu ersinnen versuche.
Letzteres geschah sowohl heute als auch gestern: Sobald ich mich daran setzte, über etwas Amüsantes nachzudenken, das Fred geschehen sein könnte, blockierte das Bild jeden anderen Gedanken. Und nach einer Weile schaffte ich es dann jedesmal, das Drumherum so anzuordnen, das es nicht nur gelang, das Bild einzubinden, sondern auch einen Comic zu schaffen, der [zumindest mich] zu amüsieren vermag.

Schön.


[Bild klicken für eine geringfügige Vergrößerung.]

[Im Hintergrund: Penetralia]

Montag, 6. März 2006

FFFfF: Zzz

Der heutige Comic entstand im Zug. Das ist natürlich eine Lüge, denn nur die Idee und die ersten Bleistiftskizzen waren es, die im Zug entstanden. Allerdings - sieht man von der computrigen Nachbearbeitung ab - entstand der gestrige Comic tatsächlich vollständig im Zug, in einem IC, um genau zu sein.

Die Erfahrung, Linien einigermaßen präzise zu zeichnen, während der gesamte Tisch rüttelt und wackelt, wollte ich einfach mal machen. Das Ergebnis ist akzeptabel: Es hätte besser, aber auch weitaus schlimmer sein können.

Und so.


[Bild klicken für eine geringfügige Vergrößerung.]

[Im Hintergrund: Eisregen - "Hexenhaus" --- Was ist nur aus Eisregen geworden? Bis auf wenige Ausnahmen ist dieses Album durchweg schrecklich...]

Sonntag, 5. März 2006

FFFfF: Frühling

Mal wieder verweile ich fernab eines "ordentlichen" Internets. Daher möchte ich mich hier nicht lange aufhalten und mühsam entstehende Seiten betrachten, sondern gleich wieder verschwinden - und auf ein langes Vorwort verzichten.


[Bild klicken für eine geringfügige Vergrößerung.]

Schnee

Ich liebe Schnee.

Nun, da der Winter allmählich weicht, in Matsch keimendes Grün zurückläßt und einem sonnigen Frühling die Pforten öffnet, sehne ich mich zuweilen zurück. Ich liebe es, wenn der Schnee in großen, schweren Fladen vom grauen Himmel schwebt, wenn man den Flug der Flocken verfolgen, sie zu erhaschen versuchen kann. Ich liebe es, Schnee in der Hand zu spüren, darauf zu warten daß er langsam schmilzt, ihne zu kleinen Kügelchen formend, fester und fester zusammendrückend, bis daß der letzte Tropfen kalten Wassers meiner Hand entrinnt. Ich liebe es, im Vorgehen meine Finger über Baumrinden und Autos streifen zu lassen, winzige Mengen Weiß zu klauben und in meiner immer tauber werdenden Hand zu einem kugelschönen Schneeball wachsen zu lassen. Ich liebe es, Schneebälle mit Wucht gegen Bäume oder Wände zu schmettern, auf daß deren Hälften fest verwachsen an ihrem Ziel kleben bleiben. Ich liebe es, wenn meine schwarze Gewandung eine weiße Hülle trägt, eine, die man in der nächsten Straßenbahn, im nächsten Hauseingang, nur abzuschütteln braucht, sollte man ihrer überdrüssig werden.

Ich liebe es, durch frisch gefallenen Schnee zu stapfen. Egal, wie tief oder dünnschichtig ist, ich möchte hindurch, nehme Umwege in Kauf, nur um im reinen Weiß meine Spuren zu hinterlassen, zeichne auf einer Wiese mit Fußstapfen einen riesigen Buchstaben, den der neue Schnee alsbald bedeckt. Ich ertappe mich, Wege gehen zu wollen, auf denen noch niemand ging, abseits der Mitte, dort, wo alle laufen, abseits bereits Vorhandener Schuhwerk- und Pfotenabdrücke. Nur selten blicke ich zurück, sehe meine Spuren mich verfolgen, während unter meinen Sohlen der neue Schnee leise knirscht, entjungfert durch meinen Schritt. Ich bin hier, denke ich schmunzelnd, ich bin hier und hinterlasse Zeichen.

Ich liebe Schnee.

[Im Hintergrund: <7b>Gojira - "From Mars To Sirius"]

Samstag, 4. März 2006

Das Lächeln des Roberto Benigni

Die Zeit interviewt Roberto Benigni und vermag es, mich damit vollends zu erfreuen.. Ich kann ihn gestikulieren sehen. Das les-/spürbare Lächeln ist ansteckend.

[Im Hintergrund: Vintersorg - "Till Fjälls"]

FFFfF: Fliegen fetzt!

Heute mit mehr Comicsprache als gestern.
Und so.


[Bild klicken für eine geringfügige Vergrößerung.]

Freitag, 3. März 2006

Künstler

Ich bin Künstler.

Fällt dieser Satz aus meinem Mund, so rückt mein Schmunzelmundwinkel [rechts] unweigerlich ein Stückchen nach oben, bin ich mir doch der Gewaltigkeit dieser Aussage durchaus bewußt - und ebenso der Überheblichkeit, die in ihr steckt. Tatsächlich vermag ich es nicht, die Worte - egal, ob entrüstet oder verträumt, stolz oder desinteressiert - auszusprechen, ohne semidebil in mich hineinzugrinsen.
"Künstler": Diese Buchstabenanreihung allein trabt durch höchste Sphären - und sei es nur durch die der Verachtung. In ähnliche Bereiche kommt vermutlich nur noch "Webmaster", ein Titel, mit dem ich mich ebenfalls nicht zu schmücken vermag, ohne mich selbst auszulachen.

Heute vergaß ich meinen Schlüssel innerhalb meiner Räumlichkeiten, war also auf die Gunst meines Mitbewohners angewiesen, der jedoch beschlossen hatte, noch mehrere Stunden lang in der Ferne zu verweilen, unerreichbar und angefüllt mit Beschäftigung. Für mich bedeutete dies: Warten.
Allerdings fällt es mir leicht zu warten, insbesondere, wenn ich alle Utensilien für die Anfdertigung eines neuen Comics oder ein Buch [oder gar beides] bei mir trage. Ein Bleistift fehlte, doch diesen zu erwerben, erwies sich als leichte Aufgabe.

Schwieriger war es, ein wenig befülltes Café zu finden, das Gemütlichkeit nicht mit fehlender Beleuchtung gleichsetzte. Ich fand und plazierte mich ich einer bequemen Ecke, mein Künstlerutensiliar auspackend. Die Bedienung eilte herbei, und ohne die Karte eines Blickes gewürdigt zu haben, bestellte ich.
Das suggerierte Selbstbewußtsein und Geradlinigkeit. Und zumindest ersteres ist für die Existenz als nur von der eigenen Kreativität lebender Künstler vonnöten.

Mein Äußeres schaffte es, den Spagat zwischen "verlottert" und "gepflegt" zu bewältigen, denn während ich eigentlich sauber und ästhetisch gekleidet aussah, zeugten doch mein langes Haar, meine stopplige Gesichtsbehaarung und meine unhell-alternative Gewandung von gewisser Bequemlichkeit, gesellschaftlichen zwängen abschwörend. Dieser Zwiespalt brachte vielleicht auch einen Teil der gespaltenen Persönlichkeit nach Außen, derer Künstler bekanntlich oft habhaft sind.

Ich bestellte. Abgesehen davon, daß ich alkoholische Getränke ohnehin verweigere, erschien es mir auch unangemessen, daß ein kreativer Geist seine Insipiration durch Vernebelung vergällen oder - noch schlimmer - erwirken müßte. Kaffee - dem ich ebenfalls längst abschwor - hätte zu profan, zu normal, zu unbedeutend gewirkt. Modegetränke wie 'Latte Macchiato mit Zimt-Erdnußaroma' hätten von Anpassung und Trendwellensurferei gekündet.
Ich entschied mich also für eine Heiße Schokolade - wie so oft - und für Waffeln mit Puderzucker. Letztere dienten als Alibi für einen längeren Café-Aufenthalt - und gleichzeitig als willkommene Leckerei.

Als die Waffeln gebracht wurden, war ich längst vertieft in meine Arbeit - nahezu unansprechbar. Ein weiteres Mal tauchte die Kellnerin auf, um sich nach meinem Leergeschirrstatus zu erkundigen, und sah mich zwischen zahlreichen Stiften über ein weißes Blatt gebeugt, entrückt Linien ziehend. Neben mir stand die Tasse mit der mittlerweile weniger heißen Schokolade und der Teller mit dem letzten Waffelrest, der zugunsten des Spontanausbruchs meiner Zeichenwilligkeit warten mußte.

Nun schien sie zu begreifen: 'Ah, da sitzt ein Künstler!', denn fortan ließ sie mich in Ruhe. Noch mehrere Mal erspähte ich sie, durch meine Blickwinkelränder laufend, doch niemals hielt sie inne, um sich nach meinem Begehr zu erkundigen, mein kreatives Schöpfen durch ihre profane Fragerei zu unterbrechen.
Ich war akzeptiert als Teil der Lokalität, als Teil meiner Ecke, als Künstler, der unter keinen Umständen mit Normalität konforntiert werden durfte, solange sein Schaffen anhielt.

Ich zeichnete. Der heutige Comic nahm Gestalt an, und meine Laune besserte sich. Die letzten Linien kontrollierend verstaute ich das bekrakelte Blatt in meiner Mappe, steckte auch die Stifte weg, beseitigte die unschönen Radiergummikrümel und blickte auf.
Noch immer wurde ich gemieden - doch nicht, als wäre ich ein Aussätziger, keiner Beachtung würdig, sondern als natürlicher Teil des Cafés, der auf sich aufmerksam machen würde, sollte er etwas wünschen. Und tatsächlich, ich wünschte. Eine Cola sollte es sein; nichts weiter als das Bedürfnis, meinen Kopfschmerzen und der stillstehenden Zeit entgegenzuwirken.

Ich kramte mein Buch [Salman Rushdie - "Scham und Schande"] aus dem Rucksack, lümmelte mich bequem in meine Ecke, darauf achtend, mich von den in der öffentlichkeit üblichen Verhaltensmustern nicht allzu weit zu entfernen, und las. Als das Glas kam, weilte ich schon wieder in fernen Welten.

Irgendwann, als ich glaubte, meinen Mitbewohner zu Hause zu wissen, erhob ich mich. Ich hatte es nicht nötig, auf das Erscheinen der Bedienung zu warten, war mein eigener Herr, warf meinen Mantel über und ging vor, zum Tresen. 'Der Künstler bequemt sich zu bezahlen.', schienen ihre Augen zu wispern, als die Kellnerin mir die Rechnung präsentierte.
Mit annehmbarer Trinkgeldhöhe und freundlichen Abschiedworten verließ ich das Café und erfreute mich meiner guten Laune.

Ich bin Künstler, dachte ich schmunzelnd.

FFFfF: Grandios!

Da ich es gestern nicht erwähnte, tu ich es heute:
Ich wagte es endlich, den Carlsen-Verlag auf meinen Frederick-Comic und den mit ihm verbundenen Weblog aufmerksam zu machen. Leider nur in Form eines Kontaktformulars auf deren Seite, aber immerhin.
Als amüsant erachtete ich die Aufforderung seitens der Homepage, nicht einfach irgendwelche Comics an den Verlag zu senden, sondern die 10 wichtigen Regeln zur Erstellung eines Comics/Mangas durchzulesen und zu befolgen. Ich beschloß, nach mehr als 160 Comics nicht damit anzufangen, mich nach den Vorstellungen anderer zu richten.
Bin gespannt, wann und ob Antwort kommen und was diese beinhalten wird...

Und so.


[Bild klicken für eine geringfügige Vergrößerung.]

[Im Hintergrund: Gojira - "From Mars To Sirius"]

Falsches Stottern

Die Reform der Reform [Wenn es nach mir ginge, müßte man "Reform" mit PH schreiben, also "Rephorm", einfach, weil es albern aussieht.] der deutschen Rechtschreibung wurde verabschiedet.

Ich bin mir unschlüssig darüber, warum man "verabschiedet" sagt, wenn Dinge beschlossen werden, die in naher Zkunft Willkommen geheißen werden. Aber die deutsche Sprache ist sowieso von mißverständlichen Kompliziertheiten geprägt, so daß es mir eine Freude ist, mich absichtlich in ihnen zu verrennen und stundenlang den inexistenten Weg hinaus zu suchen.

Eine Vereinfachung, die eigentlich der reformierten Reform hätte untergejubelt werden sollen, fiel mir in der vergangenheit häufiger auf, zuletzt am gestrigen Abend. Zuweilen gerate ich nämlich ins Stottern. Das geschieht schnell und ohne daß ich einen eigentlichen Fehler fabriziere. Nein, meine Aussprache ist von ordnungsgemäßer Korrektheit; nur die deutsche Sprache nicht.

Erzähle ich beispielsweise von meinen frühen Programmierkünsten, werde ich manchmal argwöhnisch beäugt:
"In Informatik war ich schon immer gut."
Moment. In Informatik? Das klingt ja schrecklich! Die Harmonie des Sprachflusses ist gewaltig gestört. Ich stottere nicht, und dennoch stottere ich. Es tut mir leid.

Um anderen ein solches Schicksal zu ersparen, plane ich, die deutsche Sprache einer zusätzlichen Reform auszusetzen, die das falsche Stottern in Zukunft verhindern und somit den Redefluß nicht länger bremsen wird:
Besteht die Gefahr, daß Präpositionen [insbesondere lokale] dem nachfolgenden Substantiv ähneln und die Zunge zu Wiederholungen zwingen, so wird gnadenlos gekürzt.

Umständliche Erklärungen erübrigen sich, zähle ich folgende Beispeile auf:

- In Formatik war ich schon immer gut.
- Ich strebe nach Haltigkeit.
- Ich verweilte mehrere Wochen lang in Dien.
- Ich wohne am Brosiusplatz.
- Ich achte eigentlich nur auf Fälligkeiten.
- Ich bitte um Buchung meines Fluges.
- Mein Freund kommt aus Tralien.
- Ich schreibe einen Brief an Tje.

Mit dieser Sprachverbesserung wird Reden endlich wieder Spaß machen!

[Im Hintergrund: Gojira - "From Mars To Sirius"]

In eigener Sache

Das ohnehin lesenswerte Online-Magazin mindestens haltbar zu konsumieren, empfiehlt sich einmal mehr.
Schließlich wurde mir die Ehre zuteil, einen Text zur aktuellen Ausgabe beigesteuert zu haben.

[Im Hintergrund: Gojira - "From Mars To Sirius"]

Donnerstag, 2. März 2006

FFFfF: Preisausschreiben

Die Fußballweltmeisterschaft rückt näher, und mittlerweile fällt es schwer, sich vor der Präsenz dieses Wettkampfes zu retten. Jede Werbung spielt darauf an, unzählige Firmen bieten Kartengewinnmöglichkeiten an und selbst die CDU Sachsen-Anhalts meint auf ihren Plakaten, sie bleibe am Ball.

Allein anhand der Anzahl der Erwähnungen von Fußball im Allgemeinen und der diesjährigen Weltmeisterschaft im Speziellen innerhalb der bisherigen Fred-Comics kann man sich ausrechnen, wie intensiv meine Begeisterung für diesen Sport, wie groß mein Interesse daran ist, ob nun Deutschland oder Brasilien oder Südafrika den Weltmeistertitel holen wird: Minimal, fast Null.

Damit entspreche ich zwar nicht dem typischen Klischeebild "Mann" [das ohnehin nicht für mich gemacht worden zu sein scheint], doch verdiene mir vielleicht einen klitzekleinen Pluspunkt bei all jenen, die sich schon jetzt bei jeder Erwähnung dieser Thematik genervt mit den Augen rollen.

Daß ich mich vollkommen des allgegenwärtigen Fußballwahns enthalte, kann, will und werde ich nicht versprechen. Die Comic-Ideen entstehen zumeist sehr kurzfristig in meinem Kopf, oft beeinflußt durch äußere Begebenheiten.
Doch ich kann versprechen, daß der Fußball nicht Überhand nehmen wird. Schließlich würde mir selbst das auch nicht sonderlich zusagen.

Mein Mitbewohner jedoch ist begeistert vom Fußball. Ich kenne niemanden, der über Sport, über Fußball, weiß wie er. Darum sei ihm, der sich derartiges wünschte, gegönnt und mir ausnahmsweise verziehen, daß der heutige Comic eben jene Thematik berührt...

Und so.


[Bild klicken für eine geringfügige Vergrößerung.]

[Im Hintergrund: Dreadful Shadows - "Beyond The Maze"]

Mittwoch, 1. März 2006

FFFfF: Der letzte Schnee

Aus Zeitgründen verzichte ich mal wieder auf das Vorgeplänkel...


[Bild klicken für eine geringfügige Vergrößerung.]

[Im Hintergrund: Bright Eyes - "Fevers And Mirrors"]

Dienstag, 28. Februar 2006

FFFfF: Vorfreude

Eigentlich sollte dieser Comic schon anderthalb Stunden zeitiger der Welt offenbart werden, doch ein Anruf hielt mich davon ab. Der Anrufende ist nämlich der Ansicht, meine Aufmerksamkeit und somit das Telefonat an sich würde leiden, wenn ich nebenbei noch herumtippe. Deswegen ärgwöhnt er stets bösartiges Desinteresse, wenn er im Hintergrund das Klappern meiner Tastatur vernimmt.

Leider hat er recht; es fällt mir schwer, mich zugleich auf den Comic, dessen Schöpfung und Veröffentlichung, zu konzentrieren und dabei noch gehaltvoll zu telefonieren.
Da jedoch der Anrufende in meiner Gunst ziemlich weit oben steht, hatte der kleine Fred das Nachsehen und harrte unvollendet dem Ende meines Palavers entgegen.

Es sei mir verziehen.


[Bild klicken für eine geringfügige Vergrößerung.]

[Im Hintergrund: Muse]

Weise Worte 15

Die Fernbedienung heißt Fernbedienung, weil sie immer fern ist.

Morgendlicher Ohrwurm 37: Fliegende Pferde

Ein Tagesbeginn, der höchste künstlerische Qualitäten offenbart. Ein Ohrwurm in meinem Schädel, der mich zu Verzweiflung treibt.

Ich bin mir der Karnevalszeit bewußt, auch der Existenz alberner Lieder, von denen die Mehrzahl so klingt, als hätte sie ein betrunkener Wolfgang Niedecken verfaßt. Doch mit fehlendem Fernseher und unegnutztem Radio fällt es mir leicht, dem Klamauküberschuß zu entkommen. Außer natürlich, den Spar-Filiale-Hintergrundmusik-Designern fällt an, ihre ohnehin zumeist unangenehme Beschallung auf die Karnevalszeit einzustimmen und Kunden und Kassiererinnen gleichermaßen mit gräßlichen Unklängen zu vertreiben.

Dennoch wurde ich bisher von dem verschont, was nach dem Aufwachen heute meine Gehörgänge bewohnte und nicht von mir weichen wollte: Ein Ohrwurm der anhänglichsten Sorte:

Achim Reichel - "Fliegende Pferde".

Wie er in meinen Kopf kam, weiß ich nicht, doch ich bin bemüht, ihn von dort zu entfernen. Sofort. Mit allen mir zur Verfgung stehenden Mitteln.

[Im Hintergrund: Samsas Traum - "Oh Luna Mein"]

Cave

"Come in my cave
And I'll burn your heart away"

Muse - "Cave"

Montag, 27. Februar 2006

FFFfF: Philosoph

Es tut mir leid, wenn der heutige Comic nicht der handelsüblichen Rosenmontags-Lustigkeit entsprechen sollte, doch mir lag am Herzen, eine Frage zu beantworten, die mir heute befremdlicherweise zugetragen wurde...

Und so.


[Bild klicken für eine geringfügige Vergrößerung.]

[Im Hintergrund: Depeche Mode - Playing The Angel]

Zweigeteilt

Neulich, in einem Gespräch, entdeckte ich, daß ich aus zwei Teilen bestehe. Ich war inmitten tiefster Prüfungsvorbereitungen und -ängste, und konnte nicht umhin, mein Leben aus diesem Aspekt zu betrachten.

Teil 1 meines Selbst war der eifrig Lernende, derjenige, der sich hinsetzte und mit Geduld und Mühen versuchte, Unverständliches nachzuvollziehen und sich einzuprägen. Teil 2 sollte eigentlich Teil 1 beim Lernen helfen, doch tat es nicht. Teil 2 sehnte sich danach, Ablenkungen nachzugehen, sich vor der Wichtigkeit des Zukünftigen zu drücken, wollte Dinge erleben, sich kreativ betätigen, wünschte zu fliehen, irgendwo anders zu sein, mit Freunden, mit Erlebnissen, mit einem "echten" Leben.

Derlei Ausschweifungen gestattete ich mir natürlich nicht. Ich hatte zu lernen und versuchte, beide Teile meiner selbst davon zu überzeugen. Doch Teil 2 drückte sich.
Und so fand ich mich immer wieder beschäftigt mit irgendwelchen Kleinigkeiten, mit minimalen Aufräumarbeiten, mit Internetspielchen, mit Emails, mit Oberflächlich-Interessantem. Und so dehnten sich meine Lernpausen zuweilen aus, meine ohnehin geringe Motivation verlor sich während der Flucht des zweiten Teils meiner selbst.

Wenn ich mir Teil 2 betrachtete, so stellte ich fest, daß er eigentlich leer war. Sicherlich war ich zu jedem Zeitpunkt beschäftigt, zu jedem Zeitpunkt erfüllt [und sei es nur von Furcht], zu jedem Zeitpunkt fern von Langeweile. Doch alles, was ich tat, ergab unter dem Strich, in seiner Summe, nichts. Nur Leere blieb, nichts Dauerhaftes, nichts von Bestand, nichts von Nutzen.
Der zweite Teil, der sich nach Angenehmem sehnte, das ihm verwehrt wurde, der sich mit Überflüssigem beschäftigte und sich weigerte, sich dem Lernen anzuschließen, bestand letztendlich nur aus Leere. Ich, der sich als zweiteilig definierte, bestand auf einem Teil Lernen und einem Teil Leere.

Natürlich fühlte sich das nicht gut an. Tatsächlich glaubte ich, abseits des Lebens zu hausen, irgendwo dahinzuvegetieren, alles Denken auf einen Zeitpunkt in der Zukunft ausgerichtet zu habes, auf einen fernen Moment, in dem mein Erlerntes von Bedeutung sein würde. Ein Danach gab es nicht, keine Möglichkeiten, die nach dem Prüfungstermin existierten.
Ich verwehrte mich Gedanken, die Pläne schmiedeten, die die Nachprüfungszeit bereits auszumalen, mit Tätigkeiten zu befüllen versuchten. Der zweite Teil von mir mußte, wenn er sich schon nicht dem ersten anschließen konnte, leer bleiben, unbehelligt von verlockenden Zukunftsaussichten, die möglicherweise schon jetzt begonnen werden könnten. Er mußte leer bleiben; ich mußte leer bleiben.

Nach Prüfungen fühle ich mich immer erleichtert. Es ist egal, ob ich bestehe oder nicht; es ist egal, ob das Prüfungsergebnissen meinen Vorstellungen entspricht oder nicht: Ich bin erleichtert. Die Leere in mir weicht schlagartig dem Bewußtsein, daß jetzt alles möglich ist, daß ich mich befreit habe, daß ich mich mit beiden Teilen meines selbst anderem als der ewigen Lernerei widmen kann, für einen Augenblick aufzuatmen vermag und wieder leben darf.

Die letzten Tage glichen für mich einem Wiederfinden meiner Selbst. Ich befüllte mich mit mir, kehrte zurück zu dem, was ich mag, fand mich wieder. Und immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich etwas zeichne oder schreibe, wie ich mich betrachte und freudestrahlend realsisiere, daß derartiges jetzt möglich ist, daß die die elende Leere in mir endlich verschwand, daß die zwei Seiten meiner selbst wieder eins sind.

[Im Hintergrund: Wintersun - "Wintersun"]

Flatterfred...

Status...

Du bist nicht angemeldet.

Aktuell...

Altslawische fantastische...
Ich möchte dir mein fantasy Welt vorstellen. Vielleicht...
Cerny Vlk - 6. Jan, 21:45
Radtour Salbker See II
Danke für die tollen Tipps, wir waren im August auch...
Physiotherapie Leipzig (Gast) - 21. Nov, 17:06
Higtech
Naja, man glaubt es kaum, aber was der Angler an Energie...
Martin Angel (Gast) - 12. Sep, 11:27
gar nisch süß
dat is gar nisch süß soll isch de ma was rischtisch...
free erdem (Gast) - 6. Jun, 16:40
Hier wird es fortan weitergehen: http://morast .eu Und...
Hier wird es fortan weitergehen: http://morast .eu Und...
morast - 1. Feb, 21:10

Archiv...

Januar 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 

Suche...

 

Rückblick...

Online seit 7560 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 02:03

Und so...


23
Bahnbegegnungen
Begegnungen
Farbenfroh
Fetzen
Frederick
G
Geistgedanken
Krimskrams
Menschen
MiSt
Morgenwurm
Morning Pages
Seelensplitter
Tageswort
Weise Worte
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren